Baugewerbliche Berufsschule Zürich

Das Kompetenzzentrum der Baubranche

Stellungnahme Lehrwerkstätte für Möbelschreiner

Stärkung der Berufslehre

Laut Beschluss des Regierungsrates des Kantons Zürich soll die Lehrwerkstätte für Möbelschreiner LWZ aus Spargründen geschlossen werden. Sollte der Kantonsrat dem zustimmen, würde eine wertvolle und wichtige Ausbildungsstätte verloren gehen.

An der Lehrlingsausbildung zu sparen, heisst die beruflichen Chancen unserer Jugend zu mindern und damit auch die Konkurrenzfähigkeit unserer KMU. Die Schweiz ist zurecht stolz auf das gut funktionierende duale Bildungssystem. Die Lehrwerkstätte für Möbelschreiner wird vom Kanton Zürich gerne ausländischen Delegationen, die am einzigartigen schweizerischen Bildungssystem interessiert sind, als Vorzeigemodell präsentiert. Das ist kein Zufall: Seit mehr als 125 Jahren bildet die Lehrwerkstätte junge Menschen auf sehr hohem Niveau aus.

Darum muss die LWZ fortbestehen:

Know-how: Über 1’000 Lehrlinge wurden hier erfogreich zu gefragten Fachleuten ausgebildet. Die LWZ ist mit 11 Lernenden pro Jahr der grösste Ausbildungsbetrieb in der hiesigen Schreinerbranche.

Im Gewerbe verankert: Der Zürcher Schreinermeisterverband ZSV setzt sich in einer Stellungnahme für den Erhalt der LWZ und damit der Stärkung der Berufslehre ein.

Breite Grundausbildung: Von traditionellen Techniken bis zu modernsten computergesteuerten Maschinen: Hier wird «von der Pieke» auf gelernt.

Aufträge: Von Einzelaufträgen nach Kundenwunsch über die Rekonstruktion einer alten Barockdecke in einem Zürcher Zunftsaal bis zur Restaurierung der historischen Villa Patumbah. Das fundierte Wissen der Lernenden ist gefragt.

Zufriedene Lehrlinge: Die Lehrabbruchrate liegt bei der LWZ unter 1% – im Gesamtdurchschnitt der Schreinerlehrlinge sind es ca. 25%.

Ziele und Businessplan

Die Zielsetzung der LWZ ist, auch in Zukunft für die Schreinerunternehmen der Region und darüber hinaus Lernende auszubilden, um diese nach der Ausbildung an die Betriebe vermitteln zu können.

Um diese Zielsetzung gewährleisten zu können, muss eine neue Trägerschaft gebildet werden. Diese kann sich aus Vertretern der Abnehmer, der Zürcher Sektion des VSSM (Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten) und weiteren interessierten Kreisen zusammensetzen. Über Ausgangslage, Leistung, Organisation und Finanzierung sowie das weitere Vorgehen der Trägerschaft informiert der Businessplan vom Mai 2017 (Download als PDF).