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Baugewerbliche Berufsschule Zürich

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Jugendarchitekturwettbewerb Opernhaus Zürich, Publikumspreis geht an die Lernenden der BBZ

11. Mai 2026

In einer feierlichen Zeremonie wurde der Publikumspreis des Jugendarchitekturwettbewerbs vergeben.


Gewonnen haben Joel Wey, Noe Tonon und Marc Herr mit ihrem Projekt Die Welle. Die drei angehenden Zeichner (Fachrichtung Architektur) aus der Klasse von Deana Sonderegger-Canonica besuchen die Baugewerbliche Berufsschule Zürich. Wir gratulieren herzlich zu unglaublichen 491 erreichten Stimmen und bedanken uns bei allen, die so fleissig abgestimmt haben!


Entwurf ansehen

Text: Opernhaus Zürich

Ski- und Snowboardlager 2026 am Pizol (01.02.–06.02.2026) 

24. März 2026

Vom 1. bis 6. Februar 2026 verbrachten wir unser Ski- und Snowboardlager im Skigebiet Pizol. Am Morgen des 01.02. trafen wir uns an der Talstation in Bad Ragaz – noch etwas verschlafen, aber alle voller Vorfreude. 

Mit der Bergbahn fuhren wir hinauf zu unserer Unterkunft, dem Berggasthaus Zanuz, das mitten im Skigebiet liegt. Nach dem Zimmerbezug und einem gemeinsamen Mittagessen wollten wir natürlich sofort auf die Piste. 

Das Wetter zeigte sich in der ersten Lagerhälfte von seiner schönen Seite – oft sonnig und mit schöner Aussicht über die Berge, allerdings ohne grossen Neuschnee während der Woche. Das bedeutete zwar weniger frischen Pulverschnee, dafür aber gute Sicht und viel Sonne beim Ski & Snowboard fahren. 

Ein besonderes Ereignis war ein Morgen, an dem wir zunächst in der Hütte bleiben mussten, weil die Bergbahnen wegen starken Winds geschlossen waren und kein Betrieb möglich war. Das war zwar etwas schade für den Skitag, aber wir haben die Zeit gemeinsam und mit viel Gelächter überbrückt. Durch Poker, Jassen und andere Gesellschaftsspiele verging die Zeit schnell. Trotz des schlechten Wetters gingen einige nach draussen und schlittelten auf dem Bauch den Hang hinunter. 

An den anderen Tagen herrschten Top-Bedingungen: strahlender Sonnenschein, gute Sicht und gute Laune. In den Ski- und Snowboardgruppen wurde fleissig geübt, gelacht und – klar – auch mal gestürzt, wenn auch bei den einen etwas öfter als bei den anderen. 

Besonders stolz sind wir darauf, dass einer von uns in diesen fünf Tagen Skifahren gelernt hat – von den ersten wackeligen Schwüngen und Spagaten bis hin zu sicheren Abfahrten am Ende der Woche. 

Auch abseits der Piste war immer etwas los: Spieleabende, gemütliche Gespräche sowie das gemeinsame Mittag- und Abendessen in der Hütte sorgten für tolle Stimmung und viel Teamgeist. 

Unser Ski- und Snowboardlager 2025 am Pizol war nicht nur sportlich, sondern auch menschlich eine grossartige Woche. Sonne, Fortschritte auf Ski und Snowboard, gemeinsames Lachen und gute Stimmung – es war ein Erlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden. 

Text: Dragan Racic, Lernender Zeichner Architektur.
Im Folgenden finden Sie noch einige Fotos und ein Video, die unsere Skilagerwoche gut abbilden.

Video: Spass auf der Piste

Einblick in den Unterrichtsmorgen der Bili-Klasse Sr25 bili

10. März 2026

Am Freitagvormittag, 20. Februar 2026 hatte ich, Simon Boller, die Gelegenheit, einen Einblick in den Unterricht der Bili-Klasse Sr25 bili mit Schreinerinnen und Schreinern bei Oliver Merz zu erhalten.

Die Lernenden trafen nacheinander im Schulhaus ein und tauschten sich im und vor dem Klassenzimmer aus. Oliver Merz begrüsste die Klasse herzlich nach den Sportferien und präsentierte den Semesterplan, der einen klaren Überblick über die kommenden Themen in den verschiedenen Fächern bot.

Lehrerinput zum Thema Ausländische Holzarten

Heute stand ein Lehrerinput zum Thema «Ausländische Holzarten» auf dem Programm. Oliver zeigte die Vielfalt der Holzarten, verglich Wurzelarten mit heimischen Bäumen und sprach über die Folgen der Abholzung. Dabei stellte er immer wieder persönliche Bezüge her, was den Unterricht lebendig und nachvollziehbar machte.

Individuelle Lernansätze

Nach einer kurzen Pause starteten die Lernenden mit ihren Aufgaben. Dabei wurde deutlich, dass die Individualität der Lernenden hochgeschrieben und berücksichtigt wird. Einige arbeiteten allein, während andere in kleinen Gruppen zusammenarbeiteten. Alle waren auf ein gemeinsames Thema fokussiert, bewegten sich jedoch in unterschiedlichen Fächern.

Örtlich waren einige im Klassenzimmer zu finden, während andere in den Gängen an Arbeitsnischen arbeiteten. Die Lernenden nutzten sowohl digitale als auch physische Hilfsmittel zur Erarbeitung der Aufgaben. Sogar die Unterrichtssprache war individuell und wechselte zwischen Mundart, Standardsprache und Englisch.

Begleitung durch den Lehrer

Oliver Merz nahm verschiedene Formen der Begleitung wahr. Er fragte die Lernenden, woran sie gerade arbeiteten, und besprach auch vergangene Arbeiten mit ihnen. Oft wurden ihm Fragen gestellt, wie etwas funktioniert, und an diesen Punkten knüpfte er an, um einen Fachinput zu geben. Gleichzeitig führte er die Lernenden immer wieder sanft zurück zu ihren Aufgaben, um sicherzustellen, dass sie auf dem individuellen Lernpfad zurückfinden.

Fazit

Für mich war es ein spannender und bereichernder Einblick, wie Unterricht in einem anderen Beruf, an einem anderen Ort und in einer anderen Schulkultur gestaltet werden kann. Herzlichen Dank an die Klasse und besonders an die engagierte Lehrperson Oliver Merz für diesen wertvollen Einblick!
Text: Simon Boller

Politik hautnah an der BBZH 

9. März 2026

Gleich mit sechs Veranstaltungen gastierte der gemeinnützige Verein Discuss It im Februar an der BBZH. Die von jungen Erwachsenen moderierten Discuss It Veranstaltungen sollen Lernenden Politik näherbringen. In der Aktionshalle fanden Streitgespräche zu den Themen SRG-Halbierungsinitiative und der Individualbesteuerung statt.

Immer wieder brachten sich Lernende während den Streitgesprächen kritisch ein, stellten Fragen an die Politiker:innen und fühlten Ihnen so auf den Zahn.

Im Nachgang erklärten die Lernenden der BBZH, dass sie durch die Argumente in den Veranstaltungen ihre Meinung zum Thema besser bilden konnten und Ihnen der Anlass die Politik näherbrachte. Lernendenstimmen zu den Veranstaltungen:

«Beim Streitgespräch konnte ich mir eine eigene Meinung bilden. Durch die Diskussion wurden beide Seiten mit Argumenten aufgezeigt, wodurch ich Neues über das Thema lernte.» – Noemi

«Vom Streitgespräch nahm ich mit, wo ich politisch selber stehe. Ich finde, dass es wichtig ist, sich heute richtig zu informieren, in Zeiten von Krisen.» – Tristan

«Mir hat das Streitgespräch einen guten Einblick in eine politische Diskussion gegeben. Ich habe gesehen, wie wichtig es ist, sich gut mit dem Thema auseinandersetzen. Man konnte auch sehen, dass es wichtig ist, die andere Seite zu verstehen.» – Matteo

«Durch das Streitgespräch konnte ich einen guten Einblick in das Thema bekommen. Es hat mir auch geholfen meine Meinung über diese Abstimmung zu bilden. Ich finde Discuss It eine super Organisation, um junge Leute das Interesse aufzuzeigen, sich über Politik und Abstimmungen zu informieren.» – Julia

«Ich finde Discuss It eine coole Idee, vor allem, dass die Schüler mitsprechen dürfen. Jedoch finde ich es überhaupt nicht gut, wenn die Schüler persönlich werden und über ein extrem anderes Thema zu sprechen beginnen und die Moderation nichts dagegen unternimmt.» – Nicolas

«Ich habe die unterschiedlichen Meinungen der Politiker und der Schüler interessant gefunden. Das hat das politische Interesse in mir geweckt und so habe ich mich mehr über die Abstimmung informiert. Nach dem Streitgespräch fiel es mir einfach eine eigene Meinung zu bilden.» – Sumaiyah

«Das Streitgespräch hat mir gezeigt: Je ruhiger und langsamer man spricht, desto professioneller wirkt man und man wird ernster genommen.» – Maryam

«Das Streitgespräch hat politisches Interesse in mir geweckt. Es hat mich über die Abstimmung informiert und ich konnte mir meine Meinung bilden». – Annalena

Fotos und Eindrücke Streitgespräch Thema SRG-Initiative vom 26.02.26

Gäste: Sabine Arnold, Grüne & Markus Brunner EDU

Moderation: Elena Messerknecht

Sabine Arnold, Grüne /Moderation Elena Messerknecht / Markus Brunner, EDU

Exkursion Knauf Akademie und Squash im Sportzentrum 

18. Dezember 2025

 
Früh am Morgen traf sich unsere Klasse gut gelaunt am Zürcher Hauptbahnhof. Wir machten uns gemeinsam mit dem Zug auf den Weg zur Akademie der Firma Knauf, ein international tätiges Unternehmen, das sich auf Trockenbau, Decken- und Wandsysteme spezialisiert hat. Gleich bei unserer Ankunft in der Firma wurden wir sehr herzlich empfangen und mit frischen Gipfeli, Kaffee und Getränken verwöhnt.  
Nach einer Begrüssung folgte eine sehr interessante Präsentation von Daniel, ein Spezialist für den Trockenbau der Firma Knauf. Wir bekamen nicht nur spannende Informationen über die Geschichte und die Produkte der Firma, sondern Daniel erklärte uns auch technische Details rund um den Trockenbau, die für unseren Beruf als Zeichner und Zeichnerinnen Fachrichtung Architektur besonders wichtig sind. Wir erfuhren unter anderem, wie Trockenbauwände konstruktiv aufgebaut, welche Materialien dazu benötigt werden und welche Vorteile diese Bauweise ermöglicht. 
 
Im Anschluss durften wir unser theoretisches Wissen gleich selber praktisch anwenden. In kleinen Gruppen stellten wir selbst ein Trockenbaudetail her. Dabei durften wir die verschiedenen Arbeitsschritte kennenlernen. Über das Abmessen und das richtige Schneiden der Platten bis hin zur Montage und dem Verspachteln von kleinen Wandelementen konnten wir alles selber ausprobieren. Es machte grossen Spass, einmal selbst handwerklich tätig zu sein und zu sehen, wie viel Präzision und Teamarbeit in einem kleinen Detail steckt. 
 
Nach unserer handwerklichen Baukunst wurden wir von der Firma Knauf zu einem sehr feinen Mittagessen eingeladen. Die Pause nutzten wir, um uns zu stärken, miteinander zu plaudern und den lässigen Vormittag Revue passieren zu lassen. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals ganz ganz herzlich für den total spannenden, unvergesslichen und lehrreichen Morgen und das feine Mittagessen bei Daniel und der Firma Knauf bedanken! 

 
Am Nachmittag stand dann der sportlichere Teil des Tages auf dem Programm. Wir fuhren mit dem Zug weiter nach Dietikon in ein Sportzentrum, wo wir Squash spielen konnten. Die Hallen waren für uns reserviert. Nicht alle hatten schon grosse Erfahrung im Squash spielen, entsprechend lustig und lebhaft ging es auf den Plätzen zu. Nach einigen intensiven Matches und viel Bewegung war der Tag dann leider auch schon wieder vorbei. 

Text Klasse ZA23b 

Lehrpersonen Patrick Fischer und Sandra Flury 

Schweizermeisterschaften der Berufsfachschulen in Aarau

2. Dezember 2025

Am 26. November 2025 reiste ein Unihockeyteam Herren und ein Volleyballteam Damen der BBZ MA an die Schweizermeisterschaften an die bsa Aarau. Die Veranstaltung war hervorragend organisiert und beide Teams massen sich mit rund 16 anderen Mannschaften aus der gesamten Deutschschweiz. Die Partien waren spielerisch auf sehr hohem Niveau und es machte nur schon Freude zu zuschauen. Mit den besten konnten wir leider nicht mithalten, aber wie heisst es so schön: «Mitmachen ist Alles!»

Text: Maja Angst Tardent

Diskussionsreihen «Discuss it» zurück im neuen Schulhaus

1. Dezember 2025

Nach einer kurzen Pause aufgrund des Schulhausumzugs konnten wir endlich wieder drei spannende Discuss it-Streitgespräche in unseren neuen Räumlichkeiten durchführen. Die frische, helle Aktionshallte bot einen idealen Rahmen für intensive politische Diskussionen und regen Austausch.

Am Dienstag, 11. November, debattierten die Lernenden engagiert über die Initiative «Für eine Zukunft». Weiter ging es am Mittwoch und Donnerstag, 12. und 13. November, als im Rahmen der Mobilitätsinitiative erneut intensiv diskutiert wurde. Dabei standen aktuelle gesellschaftliche und politische Fragen im Mittelpunkt, die die Lernenden direkt betreffen und zum Nachdenken anregen.

Wie immer nahmen an allen drei Veranstaltungen Politikerinnen und Politiker aus dem gesamten politischen Spektrum teil – von links bis rechts. Sie präsentierten ihre Argumente überzeugend, erläuterten Hintergründe und standen den Lernenden Rede und Antwort. Durch ihre offene Art entstand eine lebendige politische Diskussion, die weit über einfache Pro- und Contra-Argumente hinausging.

Unsere Lernenden nutzten die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen, kritische Nachfragen zu formulieren und sich aktiv in die Debatte einzubringen. Besonders beeindruckend war, wie reflektiert und interessiert sie auf die Argumente der Politikerinnen und Politiker reagierten. Ihre Stimmen und Perspektiven trugen wesentlich zur Vielfalt und Qualität der Gespräche bei und zeigten einmal mehr, wie wichtig es ist, jungen Menschen frühzeitig eine Plattform für politische Meinungsbildung zu bieten.

Insgesamt waren die drei Veranstaltungen ein voller Erfolg: Sie boten nicht nur die Möglichkeit, politische Standpunkte kennenzulernen, sondern auch, selbst Argumente zu entwickeln und kritisch zu hinterfragen. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Runde von Discuss it und weitere spannende Debatten in unseren neuen Räumlichkeiten.

Text: Annina Baumann

Nina Fehr Düsel (SVP) und Alexandra Zeidler (JUSO Zürich)
Moderation Roman Bächler

Veranstaltung mit Christoph Fellmann „Die grosse Menschenschau“

25. November 2025

Für die erste Lesung am neuen Standort der BBZ besuchte uns am 04. November 2025 Christoph Fellmann mit seinem Werk «Die grosse Menschenschau».

Fellmann arbeitet als freischaffender Autor, Theatermacher sowie Kulturproduzent und hat eine langjährige Erfahrung als Journalist vorzuweisen, wobei er u.a. für den Tagesanzeiger, Das Magazin und die NZZ geschrieben hat. Ausserdem ist er seit mehr als 20 Jahren für mehrere Theatergruppen und -projekte als Schauspieler, Dramaturg und Schreiber tätig und coproduziert alljährlich das «aha – ein Festival für Wissen».

Mit seinem Projekt «Die grosse Menschenschau» – welches nicht nur literarisch, sondern auch auf der Bühne existiert – beschäftigt sich Fellmann mit besonderen Personen. Denn es gibt Menschen, die mit ungewöhnlichen Ideen und Gedanken Einfluss auf die Welt nehmen, dabei aber kaum in Erscheinung treten. Sie wirken lieber im Verborgenen, handeln aus dem Hintergrund und erledigen Arbeiten, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. In seinen Monologen formt der Autor und Theatermacher aus solchen tatsächlich existierenden Personen eine eigenartige Menschenschau. Die Geschichten dieser «Krüppel des Humanismus» wirken zwar grotesk, beruhen jedoch auf umfangreichen Recherchen. Nur die vorhandenen Lücken hat Christoph Fellmann mit literarischen Mitteln gefüllt und seinen Figuren damit einen eigenen Dreh gegeben, der über sie selbst hinausreicht.

Der erste Monolog, welcher Fellmann dem Publikum in der BBZ vorträgt, steigt mit einer Frage des italienischen Physikers und Arztes Giovanni Aldini ein, welcher im 18. und 19. Jahrhundert vor allem für seine Experimente mit Elektrizität an menschlichen Leichen bekannt war: «Was passiert, wenn man einer Leiche Eisenstangen in den Mund und in die Ohren einführt und dann Strom durchjagt?» – Eine Frage mit Wirkung. Sie hinterlässt sofort eine gewisse Irritation, ein mulmiges Gefühl, aber eben auch Interesse und Neugierde. Und so lauschen die Zuhörenden gespannt, als der Autor weitererzählt. Von Aldini schafft Fellmann den Sprung zu Aron D’Souza, Mitverantwortlicher der sogenannten Enhanced Games. Die Enhanced Games sind ein geplanter Sportwettbewerb, bei dem leistungssteigernde Mittel und Technologien – inklusive Doping – ausdrücklich erlaubt sein sollen.

Die Idee dahinter: Wissenschaft, Technik und optimierte Körper gegeneinander antreten zu lassen, im Gegensatz zu den dopingfreien Olympischen Spielen. Die Athletinnen und Athleten träfen dabei selbstbestimmte Entscheidungen über ihren Körper – Sport hiesse, die Möglichkeiten dessen zu erweitern, was ein Körper in der Lage ist zu tun. Was zähle, seien Weltrekorde, Olympiasiege, Championship. Die Mission der Enhanced Games ist also ganz klar: «Make People better». Es wird von «Züchtung auf neuem Level» gesprochen – bezogen auf Menschen –, von Cyborgs, Anti-Aging, Longevity, von Implantaten und künstlicher Muskeln. «An den Enhanced Games kommen diese direkt aus den Labors auf die Tartanbahn.» – Ein Monolog, Aron D’Souza zugeschrieben, von Christoph Fellmann vorgetragen, der einem irgendwie leicht verstört und sehr nachdenklich zurücklässt. Und genau darin besteht die Kunst des Autors.

Auf die Frage aus dem Publikum, weshalb er mit diesem Projekt überhaupt begonnen habe, verweist Fellmann auf die Zeit des ersten Wahlkampfs von Donald Trump. Damals habe er eine Reportage über die Verantwortlichen der Social Media-Kampagne der sogenannten «Alt Right-Bewegung» – ultrarechte Aktivistinnen und Aktivisten in den USA – gelesen. Danach kam ihm die Idee, sich mit Personen zu beschäftigen, die einem Angst machen, gleichzeitig aber auch eine absurde Form von Faszination auszuüben vermögen. Christoph Fellmann will darüber aufklären, was es in der Welt alles gibt.

Als zweiter Einblick in «Die grosse Menschenschau» zeigt der Autor einen Filmausschnitt, der darüber aufklären soll, wie ein weiterer Monolog aus dem Werk entstanden ist. Zu sehen ist eine südkoreanische Frau, die mit der Hilfe einer VR-Brille auf ihre sechsjährige, verstorbene Tochter trifft – und das im virtuellen Raum. Der Avatar der verstorbenen Tochter wurde anhand all der Daten erschaffen, welche sie nach ihrem Tod im realen Leben zurückgelassen hat: Fotografien und Videos auf ihren Social Media Kanälen, Sprachnachrichten auf ihrem Smartphone. Die Begegnung der Frau mit dem Avatar ihrer kleinen, verstorbenen Tochter ist verstörend und emotional zugleich. Die Frau scheint Mühe zu haben, Realität und virtuellen Raum voneinander trennen zu können.

Angelehnt an den Filmausschnitt hat der Autor einen fiktiven Monolog aus der Sicht des verstorbenen Mädchens entworfen, welcher ebenfalls Eingang in die «Die grosse Menschenschau» gefunden hat und die Frage aufwirft, wie wir mit dem virtuellen Erbe einer Person nach deren Tod umzugehen haben?

Die Lesung mit Christoph Fellmann hat aufgewühlt und vielleicht mehr Fragen bei den 72 Zuhörer/innen entstehen lassen, als beantwortet wurden. Doch genau das ist der Verdienst seines Werks «Die grosse Menschenschau». Sie bringt ganz gewiss alle, die damit in Berührung kommen, zum Nachdenken.

Text: Lena Schelling

Lust auf ein Berufspraktikum in England?

4. November 2025

Du möchtest neue berufliche Erfahrungen sammeln, deine Englischkenntnisse im Arbeitsalltag anwenden und erleben, wie dein Beruf in einem anderen Land ausgeübt wird?
Dann ist das dreiwöchige Berufspraktikum am renommierten Shrewsbury College in England genau das Richtige für dich!

Was dich erwartet:
Auserwählte Lernende der Berufsgruppen Schreiner/in EFZ und Maurer/in EFZ der BBZ haben die Möglichkeit, drei Wochen lang am Shrewsbury College zu arbeiten, zu lernen und persönlich zu wachsen.

Während des Praktikums arbeitest du in den Fachbereichen „Carpentry and Joinery“ oder „Bricklaying“ gemeinsam mit englischen Lernenden an spannenden Projekten.

  • Du erweiterst deine berufsspezifischen Fähigkeiten im Umgang mit Werkzeugen und Maschinen, die in England verwendet werden und verbesserst gleichzeitig dein Fachenglisch.
  • Du lernst, dich in einem internationalen Arbeitsumfeld sicher zu verständigen und sammelst wertvolle Erfahrungen im Austausch mit englischen Kolleginnen und Kollegen.
    Das Praktikum stärkt deine Kommunikations- und Teamfähigkeit, deine Selbstständigkeit sowie deine Flexibilität im Umgang mit neuen Situationen. Du lernst, Herausforderungen in einem anderen Arbeitsumfeld zu meistern und kulturelle Unterschiede als Bereicherung zu erleben.

Während deines Aufenthalts wohnst du in einer englischen Gastfamilie – so erlebst du das alltägliche Leben, die Sprache und Kultur hautnah. Neben der Arbeit bleibt genügend Zeit für Freizeit, Ausflüge und gemeinsame Aktivitäten mit anderen Lernenden.

Eckdaten:
Dauer: 3 Wochen
Ort: Shrewsbury College, England
Unterkunft: Gastfamilie mit Halbpension

FAQ
Wer kann teilnehmen?
Teilnehmen können Lernende der Berufsgruppen Schreiner/in EFZ (bili-Klassen) und Maurer/in EFZ, die motiviert sind und sehr gute Leistungen im Betrieb und in der Schule zeigen.

Brauche ich sehr gute Englischkenntnisse?
Gute Englischkenntnisse sind von Vorteil – wichtiger ist jedoch deine Motivation, Neues zu lernen und dich aktiv einzubringen. Du wirst überrascht sein, wie schnell du im Alltag dazulernst!

Wie läuft die Bewerbung ab?
Die Anmeldung erfolgt über die Fachlehrperson sowie die Verantwortlichen der pädagogischen Fördermassnahmen (PFM).
Voraussetzung ist die Zustimmung deines Lehrbetriebs und die Empfehlung deiner Lehrpersonen.

Was kostet das Praktikum?
Dank der Unterstützung der kantonalen Fachstelle für Austausch und Mobilität sowie der nationalen Agentur MOVETIA kann das Berufspraktikum zu sehr vorteilhaften Konditionen durchgeführt werden.
Die Kosten für das Praktikum am College und die Gastfamilie werden übernommen – die Lernenden tragen im Gegenzug die Reisekosten.

Empfehlung zur betrieblichen Absenzregelung
Die Lernenden und der Betrieb, so lautet die Empfehlung der BBZ, geben je zur Hälfte Ferientage ans Projekt. Aus versicherungstechnischen Gründen ist es wichtig, dass die Praktikumswochen in Shrewsbury als bezahlte Arbeitszeit gelten. Die Baugewerbliche Berufsschule BBZ stellt kein Betreuungspersonal zur Verfügung.

Falls dich dieses Berufspraktikum anspricht, so informiere deinen Lehrbetrieb und zeig ihnen das Video oben.
…und wer weiss – vielleicht sammelst du bald deine ersten internationalen Berufserfahrungen in Shrewsbury! 

Lehmige Sache

28. Oktober 2025

Lehm ist ein uraltes, natürliches Material, das uns heute noch fasziniert. In unserem spannenden Workshop haben wir mit unseren Händen eine Kugel aus Lehm geformt, sie perfekt rund gemacht und dabei gelernt, wie man diesen besonderen Baustoff richtig behandelt. Zum krönenden Abschluss erkundeten wir eine echte Baustelle mit lehmhaltigem Boden.  
Es gibt etwas Magisches, wenn man Lehm mit den eigenen Händen bearbeitet. Warm, formbar und voller Leben, so fühlt sich dieses natürliche Material an. Wir begannen unseren Workshop ganz bodenständig. Eine Kugel formen, die nicht nur rund, sondern auch stabil sein sollte. 
Mit viel Gefühl kneteten wir den Lehm, bis die Grundform perfekt in unseren Händen lag. Doch damit war es nicht getan. Um die Kugel so rund wie möglich zu gestalten, verwendeten wir eine Glasflaschenöffnung – ein einfacher, aber genialer Trick, der uns half, die Oberfläche zu glätten und der Kugel den letzten Schliff zu geben. Dann kam der spannende Moment: Wir bestreuten die Oberfläche mit «Paniermehl». Klingt ungewöhnlich? Genau, so haben wir alle winzigen Öffnungen im Lehm verschlossen, damit unsere Kugel stabil bleibt. Zum Abschluss glätteten wir alles mit einem Deckel, dessen Oberfläche so glatt war, dass sie die Kugel regelrecht versiegelte. 
Doch unser Abenteuer war damit noch nicht vorbei. Wir besuchten eine nahegelegene Baustelle, auf der der Boden voller Lehm war. Hier konnten wir hautnah spüren, wie wichtig dieser Baustoff für Bauprojekte sein kann: ein faszinierender Einblick in die Verbindung von Natur und Technik.  

Lehm ist mehr als nur Erde, er lebt, lässt sich formen und erzählt Geschichten. Unser Tag zeigte, wie aus einfachen Materialien Kunst entsteht und wie eng Natur und Handwerk verbunden sind. Wer hätte gedacht, dass eine Kugel aus Lehm so spannend sein kann? Der letzte Abschnitt ist von ChatGPT, aber den Rest den habe ich selber geschrieben. Ech schwöre 

Luis Fuguet MR25a 

Unser Ausflug ins Kieswerk Stadel

25. September 2025

Letzten Mittwoch (17.09.2025) waren wir mit unserer Klasse MR24b im Kieswerk Stadel.
Dort bekamen wir eine Führung von der Firma Kibag. Dabei waren der Kiesgrubenchef,
eine Geologin und ein Bauingenieur. Was wir dort alles gelernt haben, werden wir jetzt
kurz erläutern.
Mit dem Abbau von fast einer Million Tonnen Kies pro Jahr ist das Kieswerk Stadel
im Zürcher Unterland mengenmässig das bedeutendste der KIBAG. Erst kürzlich
wurde dort die gesamte Kiesverladeanlage ersetzt.

Das Kieswerk Stadel in Windlach beliefert die gesamte Region Zürich mit Kies.
Fast eine Million Tonnen Wandkies wird hier jährlich abgebaut, und gleichzeitig
wird die Grube mit sauberem Aushub wieder aufgefüllt.
In der Kiesgrube ragt eine 30 Meter hohe Kieswand empor. Dort bearbeitet unser
legendärer 63-Tonnen-Bagger «T-Rex» mit seinem 37 Meter langen Arm und
einem Druck von 35 Bar den dicht gelagerten Kies. Da sich das Kieswerk im
Grundwasserbereich befindet, kann das Material mit sauberem Grundwasser von
den Wänden gelöst werden. Abhängig von den Bestellungen und dem Bedarf
kommt er mehrmals pro Woche zum Einsatz. Je nachdem wie die Wand abhängt,
können sich 5000 bis 7000 Tonnen auf einmal von der Wand lösen.

Grosse Nachfrage nach Splitt

Der grösste Anteil der Kieskomponenten (ca. 60 Prozent) geht in unsere eigenen
Betonwerke. Ein weiterer bedeutender Teil wird zu Tiefbauprodukten, wie etwa
ungebundenem Gemisch aufbereitet und von den KIBAG Bauleistungen ver-
wendet. Diese liefern auch den Hauptteil an sauberem Aushub. Gross ist zudem
die Nachfrage nach Splitt. Im angegliederten Splittwerk wird das Kies auch zu
Splitt aufbereitet. Früher befand sich im Stadel zudem ein Betonwerk. Heute
erfolgen die Beton-Lieferungen jedoch ab Regensdorf und Bassersdorf, wodurch
zusätzlich vermehrt Recycling-Produkte eingesetzt werden können.
Alle drei Minuten ein Lastwagen.

Von der Planung bis zur Inbetriebnahme der neuen Kiesverladeanlage dauerte es
insgesamt 18 Monate. Die alte Kiesverladeanlage von 1986 stammte noch aus der
Zeit, als das Kieswerk gebaut wurde. In den vergangenen 35 Jahren wurden mit
ihr schätzungsweise eine halbe Million Lastwagen beladen. Mittlerweile war sie
aufwendig im Unterhalt und reparaturanfällig geworden, zudem waren diverse
Ersatzteile nicht mehr erhältlich. Die Anlage hat eine komplett neue Ammann-Verladesteuerung erhalten, mit der nun 20 Lastwagen pro Stunde beladen werden können, also alle drei Minuten ein Lastwagen.
Es hat sehr viel spass gemacht wir danken der Firma Kibag für diese Möglichkeit.

Text: Klasse MR24b

Eindrücke eines Lernenden Maurer der BBZ aus dem 3-wöchigen Berufspraktikum in Shrewsbury (England)

24. September 2025

Die Baugewerbliche Berufsschule Zürich (BBZ) bietet ihren talentierten jungen Berufslernenden etwas Besonderes und fördert die berufliche Mobilität. Bereits im Jahr 2024 konnten fünf Lernende Schreiner/-in ein Berufspraktikum am Shrewsbury College in England absolvieren. Im Juli 2025 waren erstmals auch zwei Lernende Maurer dabei und kehrte reich an Erfahrungen zurück.

Bild: Bogen gemauert von Alessio Maucieri

In seinem Praktikumsbericht hält Alessio Maucieri fest, dass der Entscheid für dieses Praktikum eine der besten Entscheidungen war, die er in seinem Leben gefällt hat.  

Eine tolle Erfahrung dank engagierten Lehrpersonen
Für die beiden Lernenden Maurer eröffnete das Berufspraktikum nebst beruflichen und persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten auch einen spannenden Einblick in eine andere Lebens- und Arbeitskultur. Beide sprechen in ihrem Abschlussbericht den beiden Berufsbildnern der BBZ, die diesen Aufenthalt ermöglichten und begleiteten, ein grosses Dankeschön aus. Es war für beide ein einmaliges Erlebnis.

Anspruchsvolle Aufgaben für den Erwerb neuer berufspraktischer Erkenntnisse
Auch am Shrewsbury College wurden er und die anderen Lernenden aus der Schweiz sehr herzlich empfangen. Er und seine Maurerkollegen erfuhren in den drei Wochen sehr viel über die englische Handwerkerkunst. Der Instruktor nahm sich Zeit, um ihnen neue Handgriffe und Abläufe zu zeigen. Dank seiner professionellen Unterstützung konnten die beiden Lernenden während des Praktikums ihr ganzes Können unter Beweis stellen und drei anspruchsvolle Objekte mauern, darunter auch einen mit Fischgratmuster ausgefüllten Bogen (siehe Fotos).

Kosten
Das internationale Mobilitätsprogramm wird von Movetia, der nationalen Agentur für Austausch und Mobilität, finanziell gefördert. Für die Lernenden fiel je nach Programm eine Eigenbeteiligung von max. 450 CHF an.

Testimonials

Alessio Maucieri, Maurer Lernender, BBZ

«Die handwerkliche Erfahrung, die ich am College sammeln konnte, ist unbezahlbar. Währen des Arbeitens konnte ich mich über die Unterschiede und die Gemeinsamkeiten in der Baubranche in der Schweiz und in England austauschen. Die Fachgespräche, die ich ihn diesem Austausch führte, sind für mich sehr wertvoll und eines der schönsten Souvenirs der gesamten Reise».

Nils Bühlmann, Maurer Lernender, BBZ

«Es war eine tolle Erfahrung, das englische Handwerk kennenzulernen und praktisch umzusetzen. Solche Austauschprogramme müssen unbedingt weitergeführt werden. Sie fördern nicht nur die Sprachkenntnisse, sondern stärken auch die Handlungskompetenz der Lernenden und hinterlassen Erfahrungen fürs Leben».

Alessio Maucieri, Maurer Lernender, BBZ

«Ich denke, dass sich die gesammelten Erfahrungen auch positiv auf meine Karriere auswirken werden, sei es handwerklich oder sprachlich durch das Erlernen einer Fremdsprache».

Links / Weiterführende Informationen
Movetia – internationale Mobilität Berufsbildung


Link zum Originaltext:
Eindrücke eines Lernenden Maurer der BBZ aus dem 3-wöchigen Berufspraktikum in Shrewsbury (England)

Quelle: Kanton Zürich, Bildungsdirektion, Mittelschul- und Berufsbildungsamt, Abteilung Fachstellen, Entwicklung und Projekte
Text: Alessio Maucieri, Nils Bühlmann, Muriel Hemmi.

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