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Baugewerbliche Berufsschule Zürich

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Blog

Starker Videoauftritt der BBZ-Lernenden am Forum der Schweizer Wohnbaugenossenschaften

27. September 2023

Ende September an einem Freitagmorgen in Luzern: Über 500 Menschen treffen sich, um das Bauen neu zu denken. Thomas Rau, sein Buch „Materials Matters“ ist in der Mediathek ausleihbar, will als Pionier allen Bauteilen eines Hauses eine Identität geben, damit wir grundsätzlich möglichst viele Bauteile wieder verwenden. Das nennt er Madaster, abgeleitet von Kataster. Seine Rede am Morgen, ist die wichtigste des Forums.
An dieser Tagung sind meist ältere Personen anwesend und darum hat sich die Wohnbaugenosschaft als Organisatorin überlegt, Videos mit Lernenden der BBZ und der GIBS in Fribourg zu machen und diese zwischen den Referaten abzuspielen, um die Sichtweise von jungen Berufsleuten deutlich zu machen. Ein erster Blogbeitrag über die Erstellung der Videos ist am 12. Juni aufgeschaltet worden. Wir wünschen viel Vergnügen beim Schauen der Videos, unsere Lernenden haben richtig was zu sagen.  
Text: P.Kunz

Thomas Rau

Link zur Forum Veranstaltung

Video Teil 1
Video Teil 2

JOBSHADOWING IN HELSINKI/FINNLAND

25. September 2023

Ich lade Sie ein auf eine kurze Reise nach Helsinki/Finnland, wo ich während meines zweitägigen Jobshadowings bei der Berufsfachschule LUOVI wertvolle Einblicke gewinnen konnte. Ein Jobshadowing für Lehrpersonen ermöglicht den Unterricht anderer Pädagogen zu beobachten, um von deren Erfahrungen zu lernen und fördert den Austausch innerhalb Europas. LUOVI hat sich auf Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen, insbesondere psychischen Belastungen, spezialisiert. Dieses Profil ist vergleichbar mit unserem Schreinerpraktiker/In EBA. Der Name „LUOVI“ bedeutet übersetzt „Segel“, und die Anfangsbuchstaben repräsentieren die Werte, nach denen die Schule ausgerichtet ist: LUOTTAMUS (Vertrauen) UUDISTAJUUS (Innovation) OSAAMINEN (Kompetenz) VÄLITTÄMINEN (Fürsorge) ILO (Freude)

Diese Werte konnte ich während meines Jobshadowings hautnah erleben. Sie sind keine leeren Worte auf dem Papier, sondern werden im Schulalltag aktiv gelebt. Mitarbeiter von Luovi behandeln vertrauliche Informationen mit grosser Sorgfalt. Es gibt ein Dossier, wo alles erfasst wird, somit sind alle Beteiligten immer auf dem aktuellsten Stand. Die Schule bietet innovative Trainingsprogramme an, die es den Lernenden ermöglicht, ihre Fähigkeiten und Talente zu entwickeln, z.B. RUORI, ein Ressource orientiertes Assessment-Tool: LInk zu Ruori
Es sind hochqualifizierte Lehrpersonen, die sich auf die Bildung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen spezialisiert haben. Der Lohn einer erfahrenen Lehrperson vor Steuern beträgt ca. 5’200, nach Steuern noch ca. 3’000 EUR! Sie engagieren sich dennoch fürsorglich für die Inklusion von Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Hintergründen. Eine Klasse besteht in der Regel aus 12 Lernenden mit einer Lehrperson und Sozialarbeiter/In. Eine wöchentliche ausserschulische Aktivität, teilweise mit Übernachtung, stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Freude. So war ich positiv überrascht, wie einzelne Jugendliche während der gemeinsamen Kaffeepause den Kontakt mit mir suchten. Die meisten sprachen ausgezeichnet Englisch, stellten interessiert Fragen, brachten mir Pausenverpflegung und klärten mich über den Rang der Schweiz im letzten Eurovision Song Contest auf. Dieser hat in Finnland eine grosse Bedeutung, das Volk mit Wettkämpfen im Luftgitarre spielen, sitzt dann vereint vor den Bildschirmen und fiebert mit. Die natürliche Kontaktaufnahme und Offenheit der Lernenden hat mich berührt!
Diese Begegnungen mit Lehrpersonen und Lernenden bestätigten mir die vertrauensvolle kooperative Atmosphäre, die an dieser Schule spürbar ist. Am besten lässt sich diese anhand des Ortes OODI veranschaulichen:

Anlässlich des 100. Unabhängigkeitstags Finnlands am 5. Dezember 2018 wurde ein ganz besonderes Geschenk gemacht: Die futuristische Zentralbibliothek OODI, entworfen von ALA Architects. Das Gebäude besteht aus Glas, Stahl und Holz und erstreckt sich über eine Fläche von rund 10.000 Quadratmetern. Sie beherbergt nicht nur 70.000 Bücher, sondern bietet auch eine Vielzahl von Einrichtungen wie Arbeitsplätze, Nähmaschinen, Tonstudio, Spielkonsolen, CNC-Maschinen und 3D-Drucker, ein Café und vieles mehr. Ziel der Bibliothek ist es, gleichzeitig Arbeitsplatz und Wohnzimmer für jedermann zu sein. Die jährliche Besucherzahl von über 2,5 Millionen spricht für sich. Selbst ich blieb bis zur Schliessung um 21 Uhr dort und genoss die anregende und dennoch entspannte Atmosphäre, auch wenn ich leider keinem der drei Transport-Robotern – Tatu, Patu oder Veera – begegnet bin. Solch einen Ort wünsche ich mir auch für das neue Schulhaus: eine Begegnungsstätte zum Co-Kreieren und Wohlfühlen für alle!
Wen das noch nicht begeistert, freut sich über das finnische Wort „KALSARIKÄNNIT“ – auf Deutsch etwa: alleine zu Hause in Unterhosen trinken.😉

Zum Schluss ein Buchtipp! Der junge Autor und Innovator Perttu Pölönen ist derzeit in Finnland sehr angesagt: „Um ein Gegengewicht zur digitalisierten Welt zu schaffen, müssen wir Kreativität, Ausdauer, Mitgefühl und Neugierde entwickeln – dieselben Soft Skills, die unserem Leben Sinn verleihen und uns von Maschinen unterscheiden. Was können wir von Ihnen bekommen, was uns Google nicht bieten kann?“
Perttu Pölönen | Keynote Speaker, Author, Futurist (perttupolonen.com)
Amazon.com: Future Skills: 9781632280749: Pölönen, Perttu, Owen, Witesman F.: Bücher

Das Buch ist in der BBZ Mediothek vorhanden und ausleihbar.

Fotos und Text: Liv Wolfermann / Lehrerin ABU und BILI

Film Jobshadowing – Helsinki – Finnland

Demokratie direkt

18. September 2023

Wird es in der Schweiz zu eng? Soll die Schweiz dafür sorgen, dass weniger Menschen einwandern? Sollen Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz abstimmen und wählen dürfen? Was braucht es für eine gelungene Integration? Müsste sich die Schweiz viel stärker für sichere Fluchtrouten einsetzen?

Mit solchen (und vielen weiteren) Fragen haben sich in der ersten Septemberwoche an der Abteilung P+R rund 20 Schulklassen aus unterschiedlichen Berufsrichtungen auseinandergesetzt. Das ABU-Team hat in Zusammenarbeit mit dem Verein «Discuss it!» hinsichtlich der eidgenössischen Wahlen im Oktober zwei Podiumsdiskussionen organisiert, in dessen Rahmen jeweils vier Politikerinnen und Politiker verschiedenster Couleur anhand des Themas Migration über Lösungen und Ideen debattierten und dabei im Lichthof des Schulhauses indirekt auch Einblick gaben in ihre Sicht auf die Welt und ihre Wertvorstellungen.

Die direkte Demokratieerfahrung wurde von vielen Lernenden geschätzt. «Es war spannend, Politikerinnen und Politiker so nah erleben zu können», sagt stellvertretend Julia Lienhart von der ZI22c. Die Klassenkameraden Nico Bertoa und Maurus Jan Waldvogel sowie Geomatiker Nevio Gillmann haben auch Erkenntnisse hinsichtlich der Funktionsweise der Politik gewonnen: «Kompromissbereitschaft innerhalb der Parteien ist wahrscheinlich ein wichtiger Ansatz, um zu Lösungen zu kommen.» Und: «Je besser ein Politiker oder eine Politikerin sprechen kann, umso aufmerksamer hört man zu.» Sowie: «Je erfahrener eine Person, desto mehr Selbstsicherheit legt sie an den Tag.»

Geteilt waren die Meinungen hinsichtlich des Schwerpunkts Migration. Während sich die einen ob der «spannenden und hitzigen Debatte» erfreuten und fanden, Migration betreffe uns schliesslich alle, brachte der Schreiner-Lernende Ruben Boesch sein Unbehagen wie folgt auf den Punkt: «Wieso reden wir eigentlich nur über Migration? Das gibt mir das Gefühl, wir hätten ein Problem. Wo doch keines ist.»

Trotz oder gerade wegen der Differenzen, die im Rahmen der Diskussionen auf dem Podium und im Publikum zutage traten – die Lernenden zeigten sich engagiert und konzentriert. Geomatiker Ramon Hartmann jedenfalls fand: «Es hätte gut auch eine Stunde länger gehen können.»

Bilder: Fabian Störi und Reto Baumann und Severin Senn

Furkan Oguz, Vorstand glp, Kt. ZH / Pia Voss Vorständin Juso, Kt. ZH / Sonja Rueff-Frenkel, Kantonsrätin FDP, Kt. ZH / Julia Monn, Moderation / Bruno Walliser Nationalrat SVP, Kt. ZH. (v.l.n.r.)
Nadja Wirth, Vorstand Junge Grüne Schweiz, Kt. ZH / Céline Widmer, Nationalrätin SP, Kt. ZH / Jonathan Benz , Moderation / Tim Balsiger, Vorstand Jungfreisinnige Winterthur / Christoph Marty, Kantonsrat SVP, Kt. ZH. (v.l.n.r.)

Die BBZ PR schwitzt zum Start vom neuen Schuljahr 

30. August 2023

Die BBZ PR ist gut in das neue Schuljahr gestartet. Wir heissen insbesondere die neuen Lernenden ganz herzlich Willkommen bei uns an der Abteilung.  

Pünktlich zum Schulbeginn packte Petrus sein bestes Sommerwetter aus und half beim Aufheizen der Unterrichtsräume. So war es beispielsweise am Donnerstag, 24. August 2023 über 33 Grad in den oberen Unterrichtsräumen und in der Mensa. 

Viele Lehrpersonen und Lernenden kamen folglich auf die gleiche Idee, ihren Unterricht in die unteren Etagen zu verlegen. So wurde zum Beispiel im Kraftraum Allgemeinbildungsunterricht gehalten und in den Gängen vor den Garderoben gelernt und diskutiert.  

Wir danken allen, dass Sie das Möglichste gegeben haben und durchgehalten haben! Kühleres Wetter folgt. 

In Knigge-Kursen lernen Jugendliche vor der Lehre Benimmregeln.

24. August 2023

NZZ am Sonntag, 13. August 2023, mit einem Beitrag von Heinz Schlegel, Rektor BBZ.

nzzs_20230813_0_0_10-1Herunterladen

Besuch im Zürcher Kantonsrat

22. August 2023

Am letzten Schultag vor den Sommerferien, am 10. Juli 2023, besuchten die Klassen ZL21 und ZR21 den Zürcher Kantonsrat, um die Ratsdebatte von der Tribüne aus mitzuverfolgen und eine Erläuterung des Ratsbetriebs im Ratssaal zu erhalten.  

Die Versammlungen des Kantonsrats finden immer am Montagmorgen statt. Derzeit werden die Sitzungen im Provisorium Hard in der umgebauten Bullinger Kirche abgehalten. Unser Besuch begann um 08:45 Uhr. Nachdem wir die Sicherheitsschleuse passiert hatten, wurden wir von Frau Franziska Gasser von den Parlamentsdiensten begrüsst. Wir erhielten eine Einführung in die Zuständigkeiten des Kantonsrates. 

Um 09.15 Uhr konnten wir die Ratsdebatte von der Tribüne aus mitverfolgen. Von dort hatten wir die ganze Übersicht auf den Ratssaal. Der Kantonsrat musste den Geschäftsbericht 2022 des Regierungsrates verabschieden. Das tat er mit 168 zu 0 Stimmen, nachdem jede Fraktion sich zu Wort gemeldet hatte. Für dieses Geschäft waren ausnahmsweise alle Regierungsrätinnen und Regierungsräte anwesend.  

Um 09.45 Uhr war eine Pause im Parlament. So konnten wir den Saal noch besichtigen und ein paar interessante Informationen erhalten. Wir haben zum Beispiel erfahren, dass das jüngste Mitglied den Jahrgang 1999 hat und das älteste im Jahr 1951 geboren wurde. Jedes Mitglied erhält nebst der finanziellen Entschädigung für die Arbeit im Parlament ein 1.Klasse ZVV-Jahresabonnement. 

Der Kantonsrat besteht aus 180 Mitgliedern, die alle vier Jahre durch die Zürcher Bevölkerung gewählt werden. Die Sitzungen sind öffentlich. Der Zürcher Kantonsrat spielt eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Politik und Gesetzgebung im Kanton Zürich.  

Er repräsentiert die verschiedenen politischen Parteien und Interessengruppen und dient als Forum für den Austausch von Ideen und Meinungen.  

Der Besuch war sehr interessant, da er uns ermöglichte, eine echte Ratsdebatte im Ratssaal zu verfolgen. Wir wünschen uns mehr solche Exkursionen.  

Lernender ZL21 (Lorenzo Huber) 

«Ich muss mir bewusst sein, dass Kaffee nicht das Nachhaltigste ist.»

17. Juli 2023

Zürich, 17. Juli 2023 | Die Abteilung Planung und Rohbau wechselt in den Sommerferien 2023 ihren Kaffeeanbieter für das Lehrpersonenzimmer an der Lagerstrasse 55. Neu wird der Kaffee von ViCAFE bezogen. Silvan Rutz traf dazu Pascal Rast zum Interview. Dieser arbeitet als Head of Sales für die beiden Marken Vivi Kola und ViCAFE. Die beiden Unternehmen sind seit dem 1. Januar 2023 unter ViCollective zusammengeführt. Der «Pausenverschönerer» erklärt im Interview, warum Nachhaltigkeit beim Kaffee schwierig ist. Darüber hinaus erzählt er uns, wie das agile Arbeitsumfeld bei ViCAFE und Vivi Kola zu einem innovativen neuen Getränk namens Vivi Nova geführt hat.

Silvan Rutz: Es ist kurz nach Mittag. Wie viele Kaffees hast du heute bereits getrunken?

Pascal Rast: Zu viele. Drei Stück. Zwei am Morgen und einer nach dem Mittag.

Ist das viel für deine Verhältnisse?

Ich probiere nicht mehr als vier Kaffees pro Tag zu konsumieren. Drei Stück liegen also noch im Rahmen.

Du brauchst du also Limiten für deinen Kaffeekonsum?

Die Frage ist, wie der Kaffee genossen wird. Ist der Kaffee da um wach zu werden oder ist es wie für andere eine Zigarette. Ich denke, drei bis vier Kaffees pro Tag sind in Ordnung.

Ich habe gelesen, dass du gerne Gemüse kochst. Wie wichtig ist dir deine Ernährung?

Wo hast du gelesen, dass ich gerne Gemüse koche?

Auf der Webseite von ViCAFE.

Das ist ein anderer Pascal. Ich bin ein sehr schlechter Koch. Aber ich versuche auf die Ernährung zu achten und meine Frau kocht sehr gerne. Ich muss nur vorsichtig sein mit Süssgetränken. Dies ist aber schlussendlich eine Frage des Masses.

Fällt es dir schwer, weil du direkt an der Quelle arbeitest?

Nein. Ausserdem gibt es mittlerweile viele zuckerarme Getränke.

Wo siehst du die wichtigsten Herausforderungen „Kaffee trinken“ nachhaltiger zu machen und wo liegen die Schwerpunkte?

Aus der Perspektive des CO2-Fussabdruckes geschieht der grösste Schaden am Ursprungsort. Die CO2 Emissionen sollen aber selbstverständlich entlang der gesamten Wertschöpfungskette reduziert werden. Wir besitzen eine energieeffiziente Röstmaschine und versuchen auch in der Logistik die Emissionen gering zu halten. Zusätzlich gründeten wir mit Partnern zusammen die ViFoundation. Die Stiftung ist unabhängig und realisiert Projekte auf den Kaffee-Farmen. Es geht einerseits darum, die Lebensgrundlagen der Kaffee Farmerinnen und Farmern zu verbessern, sowie um das gezielte Fördern von fortschrittlichen und nachhaltigen Praktiken auf den Farmen selbst. So haben wir zum Beispiel kürzlich auf unser Partnerfarm in Kolumbien geholfen eine Kompostieranlage zu realisieren. Zudem glauben wir stark daran, dass die Bäuerinnen und Bauern voneinander lernen können und versuchen dort Brücken zu schlagen. ViCAFE unterstützt die Stiftung mit einem Schweizerfranken pro verkauftem Kilogramm Kaffee.

Kaffee Produktionsstandort Zürich Altstetten mit der energieeffizieten Röstmaschiene

Produktionsstandort Zürich Altstetten mit der energieeffizieten Röstmaschiene
(Quelle Bild: ViCollective AG)

Ist es für euch eine Herausforderung die Nachhaltigkeit sichtbar zu machen, da viel Engagement für die Nachhaltigkeit im Ausland geleistet wird?

Ja, es ist bestimmt nicht das Müheloseste. Jede zweite Unternehmung behauptet, sie sei nachhaltig. Das ist nicht schlecht. Wir kommunizieren im Bereich Nachhaltigkeit mit Sorgfalt. In den Espressobars steht die Qualität der Bohnen im Vordergrund. Intern gehört die Nachhaltigkeit zu den wegweisenden strategischen Säulen.

Oft wird er Einweg-Kaffeebecher kritisiert, weil er nicht nachhaltig ist. Wie stehst Du zu dieser Diskussion?

Was mich mehr nervt, ist nicht die Thematisierung. Es gibt viele interessante Ansätze. Bei uns kannst du deinen eigenen Kaffeebecher mitbringen oder auf einen Mehrweg Kooky-Becher zurückgreifen. Diese werden jedoch noch zu selten genutzt. Aber das Anbieten einer nachhaltigen Lösung und das tatsächliche Nutzen der Konsumierenden sind ein unterschiedliches Paar Schuhe.

Also fordern die Konsumentinnen und die Konsumenten mehr, als sie wirklich bereit sind zu tun?

Dies hört sich harsch an. Es ist allerdings Teil der Knacknuss. Es ist praktisch den Einwegbecher zu wählen. Dadurch muss das eigene Gefäss nicht mitgenommen werden. Für nachhaltige und abbaubare Varianten finden immer wieder Versuche statt. Die Gretchenfrage bei abbaubaren Produkten ist, was passiert nach dem Konsum. Längst nicht alle kompostierbaren Becher landen im Grüngut. Die Grünabfuhr sortiert oftmals auch die Nachhaltigen aus. Insgesamt braucht es von verschiedenen Seiten Bewegung.

Gibt es auf die Nachhaltigkeit bezogen ein Projekt, das du unbedingt noch umsetzen willst bei ViCAFE oder bei Vivi Kola?

Ganz viele. Zum Beispiel wollen wir uns nach den B CORP Standards ausrichten. Das ist eine rundum Bewertung des gesamten sozialen und ökologischen Einflusses für Unternehmen. Das Resultat wäre die B CORP Zertifizierung. In diesem Verfahren werden sämtliche Prozesse hinterfragt. Ich denke, es wäre grossartig für uns, wenn dies zustande kommt.

Kaffee Plantagen: Zusammenarbeit mit den Farmerinnen und Farmern

Kaffeeplantagen: Zusammenarbeit mit den Farmerinnen und Farmern
(Quelle Bild: ViCollective AG)

Was unternimmst du für eine gesunde Work-Life-Balance?

Wie erwähnt versuche ich mich gesund zu ernähren. Ich probiere Sport zu treiben. Ich gebe zu, mit dem Nachwuchs ist es herausfordernd. Ich versuche auch Arbeit und Freizeit möglichst zu trennen.

Du wirkst jung und dynamisch. Auf der Jobplattform LinkedIn habe ich gelesen, dass du in deiner Karriere bereits viele Unternehmen kennenlernen durftest. Wie weiss man deiner Meinung nach, dass man beim richtigen Arbeitgeber ist?

Gute Frage. Ich denke, du bist so lange beim richtigen Arbeitgeber, wie es dir Freude macht dort zu arbeiten. Du musst wissen, dass du etwas verändern kannst. Falls sich dies nicht der Fall ist, ergibt es Sinn eine neue Erwerbstätigkeit zu suchen.

Geniesst du eure Produkte auch privat? Welches ist dein Lieblingsprodukt?

Kaffee ja. Süssgetränke teilweise. Insgesamt trinke ich wohl am meisten die Hausmischung.

Und zuhause ist es auch eine Zeremonie mit Siebträger?

Ja, zu meinem Stellenantritt deckte ich mich mit einer passenden Kaffeemaschine ein.

Wie digital seid ihr unterwegs bei ViCAFE und bei Vivi Kola?

Wir haben zwar noch einen Drucker im Büro, aber wir sind bestrebt weitgehend papierlos zu funktionieren. Der grösste Teil läuft digital, zum Beispiel die Stundenerfassung, die Archivierung und der Versand von Rechnungen.

Beim Besuch in eurem Provisorium erhielt ich den Eindruck, dass agiles Arbeiten bei euch einen hohen Stellenwert geniesst. War dies bereits bei der Gründung des Unternehmens der Fall oder habt ihr es durch personelle Fluktuation zu einem Teil von euch gemacht?

Für mich ist das schwierig zu beantworten, da ich erst seit zwei Jahren angestellt bin. Ich denke aber, dass es seit Beginn dazugehört.

Wurde agiles Arbeiten bereits von einem Angestellten in einer Form ausgenützt oder gab es Probleme?

Nein, aber ich habe ein Beispiel, wo es sehr gut funktioniert hat. Wir haben ein Getränk mit künstlicher Intelligenz kreiert. Das Produkt heisst Vivi Nova und es wurde von den Medien gut aufgenommen. Entstanden ist es als Gag. Vivi Nova wurde plötzlich eine grosse Sache. Alles musste über Bord geworfen werden. Wir mussten plötzlich viel schneller sein. Ich hoffe es kommt nun gut an im Markt. Falls nicht ist es eine gute Erfahrung.

Kaffee ist für viele Arbeitstätige Lebensretter? Fühlst du dich teilweise als einen solchen?

(lacht laut) Das kann ich nicht sagen. Was ist für dich ein Kaffee? Belohnung oder Suchtritual?

Das ist bei mir wie beim Pawlowschen Hund. Kaffee ist bei mir stark mit Pausen verbunden.

… und mit Gesprächen. Dadurch hat Kaffee eine stark positive Assoziation. Ich sehe mich wohl als „Pausenverschönerer“ oder als jemand der positiven Emotionen bringt.

Du bist Verkaufsleiter von einem Luxusgut. Gibt es da auch schnippische Reaktionen?

Wenige. Vielleicht liegt es daran, dass es ein Luxusgut mit grosser Wirkung ist. Bei einem Parfüm ist oftmals nicht verständlich, weshalb es hundert Franken kostet. Beim Kaffee lässt sich die Wertschöpfung simpel vermitteln. Die einzelnen Schritte der Wertschöpfungskette sind fassbar und transparent.

Wenn du ein Superheld wärst, welche Superkraft hättest du gerne, um den Kaffeegenuss zu verbessern?

Am Ende des Tages muss ich mir bewusst sein, dass Kaffee nicht nachhaltig ist. Ich würde genau dort ansetzen als Superheld. Zum Beispiel eine neue Kaffeepflanze, welcher weniger Wasser braucht oder einfach allgemein Ressourcen schonender angebaut werden kann- aber natürlich immer noch supergut schmeckt.

Pascal Rast ist Head of Sales bei Vivi Kola und Mitglied des Executive Boards. Mit seiner langjährigen Karriere in der Getränkebranche bringt er wertvolle Erfahrungen in seine Arbeit ein. Als strategisches Hirn hat er stets das nächste Ziel im Blick und arbeitet eng mit seinem Team zusammen. Er verfügt über umfangreiche Kenntnisse in den Bereichen Marketingstrategie, Teamführung, Management, Vertrieb, Geschäftsplanung, Warenrotation und Projektmanagement. Zuvor war er lange Zeit bei Coca-Cola HBC. Er hat einen Master-Abschluss in Management & Economics mit Schwerpunkt Behavioral Economics von der Universität Zürich und hat einen Bachelor-Abschluss in Economics von derselben Universität erworben.

Pascal Rast - Head of Sales

(Quelle Bild: Linkedin Pascal Rast)

Für den Text: Silvan Rutz

Webauftritte der Unternehmen:
https://vicafe.ch/
https://vivikola.ch/
https://vicollective.ch/

Webauftritt der Stiftung ViFOUNDATION:
https://vifoundation.ch/

Webauftritte der Partner:
https://www.kooky2go.com/
https://www.bcorporation.net/en-us/

Sporttag BBZ/PR 2023

11. Juli 2023

Auch dieses Jahr fand in der Prüfungswoche am Mittwoch, den 28. Juni 2023 der Sporttag der Baugewerblichen Berufsschule Abteilung PR auf der Sportanlage Heerenschürli statt.

Bereits um 7 Uhr fanden sich alle Sportlehrpersonen sowie ein weiteres Dutzend top motivierte Lehrpersonen, der technische Dienst und weitere Helfer aus dem Sekretariat auf der Sportanlage Heerenschürli ein. Dieses Jahr haben uns auch erstmals sämtliche Personen aus dem Sekretariat am Sporttag unterstützt und wie auch schon die letzten Jahre konnten wir im Volleyball auf die Mediothekarin Pia Stark zählen.

Morgens ab 9 Uhr kämpften 30 Fussball-Teams und 36 Volleyball–Teams in den Vorrunden um die besten Ränge. Nach einer kurzen Mittagspause kämpften die besten Teams in der Finalrunde, die weniger Siegreichen spielten in der Trostrunde weiter. Die meisten Spieler*Innen waren top motiviert, gut gelaunt und haben ihr Bestes gegeben. Zum Schluss kämpften die vier besten Teams in Fussball und Volleyball bis kurz nach 16 Uhr um die Podestplätze.

Im Volleyball war das Niveau in den Halbfinal- und Finalspielen beachtlich hoch und es gewann das aus zwei Klassen ZA20a/e & SrP22b bestehende Team «FC Arsenal». Den zweiten Rang belegen die «Fussballprofis» der Klassen Sr20c/AM20 und auf dem dritten Rang ist das Team der Klasse ZA20c/d mit dem originellen Namen «Old Schmetterhand» zu finden. Platz vier belegt Nekoma (ZL22).

Auch im Fussball kämpften die besten um die Medallienränge. Die Titelverteidiger von letztem Jahr (Mr20a) schafften es auf den vierten Rang. Die Gruppe «Nüüt» (BGM21c), war deutlich besser, als ihr Name vermuten liess und erreichten den ersten Rang. Auf Platz zwei ist ein weiteres Geomatiker Team «Make Yves Great Again» (GM21c) und Rang drei belegen die Sr21.

Für die Velotour haben sich heuer 32 Lernende angemeldet. Die Hauptleitung übernahmen auch dieses Jahr Adrian Camenzind und Oliver Merz, welche bereits im Vorfeld eine sorgfältige Tourenplanung durchgeführt haben.

Kurz nach neun Uhr starteten die Velofahrer*Innen in Begleitung von fünf weiteren Lehrpersonen in drei Gruppen Richtung Flughafen Dübendorf. Nach einer kurzen Verschnaufpause führte die Tour unter ortskundiger Leitung weiter entlang des Greifensees zum Strandbad Uster, wo die Mittagspause mit kühlendem Badestopp abgehalten wurde.

Glücklicherweise verlief die Tour ohne nennenswerte Zwischenfälle und auch das Wetter spielte hervorragend mit. Am Morgen sorgten ein paar Wolken für angenehme Temperaturen und am Nachmittag zeigte sich die Sonne.

„Finisherfoto“ der Teilnehmer*Innen und Beleiter*Innen der Velotour 2023

Wir danken allen Lernenden sowie auch allen Helfer*Innen für das gute Gelingen und für ihren super Einsatz!
Ein besonderer Dank geht an alle Frühaufsteher, die schon am Morgen früh die Fussballtore platziert, sowie die Volleyballnetze aufgestellt haben. Ebenfalls bedanken wir uns für die wertvolle Unterstützung von Patrik Cassis und Anton Scavelli, welche uns auch dieses Jahr mit Ton und Technik behilflich waren, sowie für die wertvolle Unterstützung des Sekretariats.

Vielen Dank an Alle!

Fotos und Text: Caroline Koller und FG Sport

(Sporttag Hauptverantwortliche)


IPA Individuelle Praktische Arbeiten der Schreiner/innen 2023

5. Juli 2023

Die Ausstellung der praktischen Arbeiten im Innenhof der BBZ präsentiert sich dieses Jahr kreativ, praktisch, verspielt und grossformatig,
einfach grossartig, ein Blick lohnt sich!



BeeinDRUCKend – Druckereibesuch der Geomatikklassen 

3. Juli 2023

Am Ende des 4. Lehrjahres steht in der Regel ein Besuch in einer Druckerei an, dies als Abschluss im Fach „Grafische Datenausgabe“ für die Geomatiker und Geomatikerinnen mit Schwerpunkt Geoinformation und Kartografie. Im Januar 2023 besuchten wir die DZZ Druckzentrum AG am Standort Zürich und warfen einen Blick hinter die Kulissen der spannenden Welt der Zeitungsproduktion wie z. B. der Tagesanzeiger oder die 20 Minuten. 

Die gelernte Theorie zu Druckverfahren, Farbmodellen und Layoutgestaltung im Unterricht wurde von den Mitarbeitern des Druckzentrums in einer lebendigen Betriebsführung erklärt. So durchliefen wir im wahrsten Sinne des Wortes die Produktionskette vom Auftragseingang über den Druck bis zur Weiterverarbeitung und der Logistik. Am beeindruckendsten war die Rollenoffsetmaschine, welche bei unserem Besuch für einen neuen Auftrag „eingerichtet“ wurde. Eindrücklich, laut und mit hoher Geschwindigkeit durchlaufen die Papierbahnen die Druckwerke bevor diese am Ende des Druckprozesses geschnitten und gefalzt werden oder dann eben in die Versandaufbereitung gehen.  

Wir erhielten aber auch Einblicke in die logistischen Abläufe der Druckerei mit den unzähligen, tonnenschweren Papierrollen welche tagtäglich mit dem LKW angeliefert werden, die vielen Fahrzeuge, welche in den frühen Morgenstunden die Zeitungsbündel abholen oder auch die Entsorgung der sogenannten Makulatur (beim Druck schadhaft gewordene Papierbögen).  

Bianca Schmidt, Berufsschullehrperson Geomatik 

Video von Elia Schor, Lernender Abschlussklasse QV 2023 

Video Elia Schor

Besuch im Landesmuseum «175 Jahre BV» 

3. Juli 2023

Am Donnerstag, den 11.05.23, ging die Klasse ZA20b ins Landesmuseum um die Ausstellung zum 175-jährigen Jubiläum der Schweizerischen Bundesverfassung zu besichtigen.  

Unsere Führung beinhaltete den Ursprung der Bundesverfassung. Zentral waren die Menschenrechte , welche seit Jahrhunderten in vielen verschiedenen Ausgaben existieren. Leider waren sie nicht immer so genau geschrieben und brachten auch viel Leid. Eine der bekanntesten Menschenrechtsverfassungen, die der Franzosen «Déclaration des Droits de L’homme» (Rechte der Männer), war wie der Name schon sagt, nur den Männern gewidmet.  

Uns wurde auch ein Fall vorgestellt, welcher das Recht auf ein faires Verfahren aufzeigen sollte. Eine Frau wurde beschuldigt an einer Demonstration, bei welcher es ausartete, gewesen zu sein. Sie blieb stur und brache diesen Fall bis zum obersten europäischen Gerichtshof und gewann.  

Der letzte Teil der Ausstellung war sehr interaktiv. Zum einen konnte man über aktuelle Themen wie Klimawandel und Einbürgerung abstimmen, zum anderen aber auch die Verfassungen von verschiedenen Ländern anhand eines Spiels vergleichen. Auch einen Einbürgerungstest konnte spielerisch versucht werden und wir merkten, wie schwierig das ist. 

Der Besuch zeigte sehr gut, wie wichtig eine faire Verfassung ist, Die Ausstellung hat uns sehr gut gefallen und rundete unseren Unterricht sehr schön ab. Bitte mehr solche Exkursionen.
Text: Lernende ZA20b

Geomatik-Ausbildung heute und morgen am Beispiel der Baugewerblichen Berufsschule Zürich

21. Juni 2023

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