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Baugewerbliche Berufsschule Zürich

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OnBoarding der Zeichner/in Fachrichtung Landschaftsarchitektur

28. November 2023

Zum ersten Mal veranstalteten die ZL 23 einen OnBoarding Nachmittag am letzten Freitag der Sommerferien. Dieser Nachmittag war ein voller Erfolg, denn man lernte die neue Klasse bereits kennen und die wichtigsten Informationen zum Schulalltag konnten vermittelt werden. 

Doch aus Sicht der Lehrpersonen war sicherlich die Installation der verschiedenen Office Programme mit Hilfe des Technischen Dienstes der grösste Pluspunkt dieser Veranstaltung. Diese Installationen gingen bislang in stundenlanger Instruktion und mühsamen Probieren durch die Lehrpersonen und die Lernenden in den ersten Schulwochen vonstatten. Dank dem Technischen Dienst und diesem Anlass ging das Ganze blitzschnell und die Lernenden waren für den ersten Schultag bereit. Herzlichen Dank nochmals an Toni und Patrik für die wertvolle Unterstützung! 

Wie dieser Nachmittag bei den Lernenden ankam, zeigen die folgenden zwei Berichte von Lara Bretscher und Enya Stöckli. 

On Boarding-Nachmittag der Klasse ZL 23 – Sammeln von ersten Erfahrungen an der BBZ 

Am 18. August 2023 fand für die Klasse ZL23 in der BBZ ein Einführungsnachmittag statt. In der Eingangshalle trafen wir uns um 13:15 Uhr. Zum ersten Mal sahen wir zu diesem Zeitpunkt unsere zukünftige Klasse, welche für die bevorstehenden vier Lehrjahre bestimmt sein wird. Mit dem Vorstellen der Lehrpersonen begann auch schon der Nachmittag. 

Als erstes führten unsere zukünftigen drei Lehrpersonen uns ins Klassenzimmer. Als alle einen Platz fanden und sich setzten, stellten alle Lehrpersonen kurz und grob die Schulfächer vor, welche sie uns unterrichten werden. Später wurde unserer Klasse auf einem kleinen Spaziergang die Stadt ein wenig gezeigt. Bei strahlender Sonne und extremer Hitze machten wir uns auf den Weg. Zuerst zur Europaallee, vorbei an der Limmat, zum Platzspitz, wo wir gemeinsam ein Klassenfoto erstellten, welches ein bisschen in die Hose ging ;), weiter zum Landesmuseum, am Bahnhof vorbei und auch noch andere Teile der Stadt Zürich bekamen wir an diesem Nachmittag zu Gesicht. Danach wurde uns das Schulhaus in einem kurzen Rundgang gezeigt. 

Zum Schluss richteten wir unser Laptop mit dem Technischen Dienst zusammen ein und bereiteten alles für den Schulstart am Montag vor. Mit etwas Mühe hatten schliesslich alle ihr Gerät eingerichtet und waren bereit für den Start.  

Etwas verspätet als vorgesehen, konnten wir uns nach dem strengen, hitzigen, aber sehr informationsreichen On-Boarding Nachmittag von der BBZ verabschieden und in den Feierabend gehen. 

Wir konnten sehr viel vom Nachmittag mitnehmen und haben die Klasse schon etwas kennengelernt. 

Lara Bretscher 

Die erste Begegnung mit der BBZ 

Am 18.08.2023 hatte ich einen Einführungsnachmittag an der Baugewerblichen Berufsschule Zürich (BBZ). Um 13:15 Uhr hat der Spass dann angefangen. Schon von Anfang an erschien mir alles sehr nett. Nur das Schulhaus war ein kleines Labyrinth, weil es so viele Gänge hat und alles ähnlich aussieht. 

Zuerst präsentierte uns Frau Bayrhof, Frau Künzi und Frau Baumann alles, was wir in den nächsten paar Jahren anschauen und lernen werden. Super gefunden habe ich, dass wir uns in der Klasse noch nicht vorgestellt haben, denn die darauffolgende Führung durchs Schulhaus und die Turnhalle war sehr spannend. Man konnte von sich selbst aus diese Personen ansprechen, die einem sympathisch vorkamen. Der Rundgang hat das Labyrinth ein bisschen aufgelöst und ich habe gemerkt, dass es ein recht simples System hat. Danach machten wir noch eine Mini-Tour durch Zürich, um die Umgebung ein bisschen kennen zu lernen. Von der BBZ zum Platzspitz, an den Sihl und durch den Hauptbahnhof. Nach dieser Exkursion wusste ich schon einiges über meine Klassenmitglieder und es bildeten sich kleine Grüppchen. Zum Schluss richteten wir unsere Laptops ein. Dies war ein wenig knifflig. Eine sehr gute Idee war, dass IT-Techniker uns Hilfe leisteten und der Laptop zuletzt bei allen funktioniert hatte. Aber das nächste Mal würde ich noch 2-3 Techniker mehr zur Hilfe holen, denn es war ein wenig mühsam, auf die Techniker zu warten, bis das Programm bei allen funktioniert hatte. 

Alles in allem habe ich sehr profitiert von diesem Nachmittag. Ich wäre ohne Einführung und Einrichtung des Laptops sehr überfordert gewesen am 1. Schultag! Auch die Rundgänge waren für mich sehr notwendig, um jetzt ohne Probleme die Klassenzimmer und die Turnhalle zu finden. Sehr praktisch war auch die Präsentation von den Lehrerinnen, denn so konnte ich meiner Chefin erzählen, was wir in den nächsten Monaten lernen werden. 

Enya Stöckli 

3D-Modell für Zeichner-Abschlussklassen der Geomatiker/in  mit Berufsmaturität Schulstart 2020a

7. November 2023

Auftrag 

Die Klasse BGMA20a wurde von einigen Zeichner-Abschlussklassen beauftragt, eine 3D-Aufnahme zu erstellen. Die Aufnahmen sollen sie bei ihrer Projektarbeit unterstützen. Der Perimeter der Projektarbeit befindet sich am Rennweg 1-39 in Zürich. Die Aufnahmen wurden am Vormittag des 23.08.2023 durchgeführt.  

Vorgehen 

Die Klasse wurde in vier Gruppen geteilt. Zwei Gruppen haben sich dem Fassadenscan mit einem Laserscanner gewidmet. Dazu wurde der Laserscanner X7 von Trimble sowie der Laserscanner X30 von Faro verwendet. Beide Gruppen haben den gesamten Projektperimeter mit 18 bzw. 19 Stationen gescannt. Der Trimble X7 nimmt mit einer Station mind. 12 Mio. Punkte auf. Je nach Einstellung kann das bis um das 10-fache mehr sein. Die dritte Gruppe hat sich um die Fotogrammetrische Aufnahme des ganzen Projektperimeters gekümmert. Die Bilder wurden mit der Kamera Fujifilm X-H1 aufgenommen. Diese hat eine Auflösung von 24.3 Megapixel. Dies entspricht einer Fotoauflösung von 4‘000 x 6‘000 Pixel. Insgesamt wurden 1006 Bilder aufgenommen. Um die Bilder zu georeferenzieren, werden Passpunkte benötigt. Diese wurden von der vierten Gruppe definiert und mit Hilfe der Totalstation SX10 von Trimble eingemessen. Über den Projektperimeter verteilt wurden 16 Passpunkte eingemessen. 

Resultate 

Aus den beiden Laserscanning-Aufnahmen resultieren zwei Punktwolken. Daraus können die Fassaden für das Projekt der Zeichner/innen modelliert werden. Die fotogrammetrischen Aufnahmen konnten mangels passender Software leider nicht in eine fertige Punktwolke ausgewertet werden.  

Klasse BGMA20a 

Andere Länder andere Sitten / Bildungssysteme

6. November 2023

Dänische Delegation besucht Schreiner:innen der bili-Klasse an der BBZ.

Am Montag, 30. Oktober besuchte eine Dänische Delegation die Schreiner:innen der bilingualen Klasse. Die Delegation war auf einem mehrtägigen Besuch durch die Schweiz, um das Schweizerische duale Bildungssystem kennen zu lernen. Sie durften in eine Zeichnungslektion unserer Klasse reinschnuppern. Anschliessend fand ein mündlicher Austausch zwischen der Delegation und den Lernenden statt. Für beide Seiten war es spannend zu sehen wie die Berufsbildung pro Land unterschiedlich aufgebaut ist – andere Länder andere Sitten!  

Die positive Rückmeldung vom Tim Marschall dem dänischen Honorarkonsul, welcher die Delegation Begleitete, hat uns sehr gefreut…

«Die Rückmeldungen der Teilnehmer aus Dänemark fielen sehr positiv aus – grundsätzlich waren sie beeindruckt von dem Verhalten der Schüler, der spürbaren Motivation in der Klasse und auch von der Offenheit von Herrn Merz.»
Weitere Rückmeldungen von Lernenden der bili-Klasse zum Besuch aus Dänemark…

Laila Schwager       «Mir hat der Besuch, der Dänischen Delegation sehr gut gefallen. Ich fand es sehr spannend und aufschlussreich, da ich den Austausch miteinander sehr lehrreich empfunden habe. Ich fand es super, dass wir auch selbst noch Fragen an sie stellen konnten, denn so konnten wir die dänische Schreinerlehre besser verstehen, und mit der aus der Schweiz vergleichen. Weil das Ganze auf Englisch war, fand ich es eine sehr fördernde und spannende Lektion».

Sofie Bigler       «Ich habe den Besuch der Dänen sehr spannend gefunden. Es war sehr interessant ihre Fragen zu beantworten und über ihr Schulsystem zu lernen. Ich hätte nicht gedacht das sich dieses so stark von unserem unterscheidet. Vor allem, dass sie Berufsschule und Arbeiten in Blocks, also etappenweise haben, hat mich sehr überrascht. Sie waren auch sehr freundlich und aufgeschlossen».

Roman Spirig       «Mir hat der Besuch der Dänen sehr gefallen, da sie sich mit mir auf Englisch unterhalten haben und ich somit meine Englischkenntnisse anwenden konnte. Sie haben sich sehr für unsere Arbeiten, und das schweizerische Bildungssystem interessiert».

Joa Rey       «Da wir eine bili-Klasse sind, finde ich, hat es sehr gepasst, dass uns die Delegation aus Dänemark besucht hat. Wir konnten deren Fragen gut auf Englisch beantworten. Ich habe mir schon oft Gedanken darüber gemacht, wie es in anderen Ländern mit Lehrlingsausbildungen aussieht und jetzt habe ich erfahren, wie unterschiedlich die Ausbildungen ablaufen. Ich finde die Schweizer Lehrlinge haben Glück, so eine ausgeglichene Ausbildung zu bekommen. Das englisch Sprechen hat mir sehr Spass gemacht».

Mathias Hercigonja       «Ich fand den Besuch der Delegation aus Dänemark sehr spannend. Vor allem interessierte mich die Art und Weise, wie man in Dänemark den Schreinerberuf erlernt. Der Besuch zeigte mir mal wieder, was für Vorteile es hat Englisch sprechen zu können und bestätigte mir, dass die bili-Klasse die richtige Wahl für mich war.

Benjamin Weber       «I found the visit by the Danish delegation to be a very pleasant exchange. Talking to people who don’t understand you, when you don’t speak English, is very important for me, as it „forces“ me to speak English and challenges me to learn the language better. I also found it interesting to learn about the school system and working behaviour in another country.

Paul Ernst       «Ich fand den Nachmittag mit der dänischen Delegation sehr faszinierend. Vor allem die Unterschiede in den beiden Bildungssystemen fand ich sehr interessant. Ich persönlich habe mehr zugehört als mitdiskutiert und fand die Gespräche spannend».

Lasse Severin Jeker       «Ich fand es sehr spannend einmal anzuhören, wie verschieden das Bildungssystem in anderen Ländern ist. Manche Sachen sind gleich, manche aber auch anders. Gut fand ich, dass sie uns auch sehr viele Fragen gestellt haben, die wir dann auf Englisch beantworten mussten, das hat genau zur bili-Klasse gepasst».

Liam Luginbühl      «I really enjoyed the talk with our guests. It was interesting to learn about other schools in different countries. They were friendly and open people that where very easy to talk with».

Eduar Winfield       «I really enjoyed the visit from the Danish delegation! Since I have never talked to any Danish group in the sense that we did last Monday. Sending kind regards».

Text: Lerndende Sr23 bili und Oliver Merz

Sprachaufenthalt Brighton 2023: Englisch, Spass und Meer – cheers mate!

31. Oktober 2023

Während den Herbstferien bot die BBZ wieder einen Sprachaufenthalt in Brighton an. Die Teilnehmer genossen einen intensiven Sprachkurs, lebten in gastfreundlichen Familien mit Halbpension und erhielten am Ende ein Kurszertifikat. Dazu gab es Stadtrundgänge, einen London-Ausflug und zwei Halbtagesausflüge, beispielsweise nach Stonehenge. Hier einige begeisterte Stimmen und Fotos von Teilnehmer/Innen:

Mia ZL20: „Aus meiner Zeit in England habe ich viele neue Erfahrungen mitgenommen, wie zum Beispiel das Knüpfen internationaler Bekanntschaften und das Leben in einer Siedlung, die man sonst nur aus Filmen und Serien kennt. Ich würde einen Spaziergang am Strand oder einen Ausflug in die Umgebung von Brighton empfehlen. Mein Lieblingswort auf Englisch ist flabbergast (jemanden schockieren, normalerweise indem man dieser Person etwas erzählt, was sie nicht erwartet hat). Es klingt lustig und wird nicht alltäglich verwendet. Spannend finde ich, dass in England cheers als Verabschiedung zum Beispiel im Bus oder in Läden genutzt wird.“

Elias MB20a: „Der Sprachaufenthalt ist eine empfehlenswerte Möglichkeit sein Englisch zu verbessern und gleichzeitig neue Freunde, Kulturen und Städte kennenzulernen. Ich werde die Zeit als wir in den Bars sassen nicht so schnell vergessen. Ich habe sehr viel mitgenommen aus dieser Zeit, zum einen neue Englisch Kenntnisse und zum andern auch persönliche Erfahrungen.“

Elena MK21a: „Ich würde jederzeit die Chance wieder nützen und erneut auf solch eine Sprachreise gehen. Was ich nicht vergessen werde, sind die neuen Bekanntschaften, welche ich in England gemacht habe. Der Ausflug war ebenfalls sprachlich ein tolles Ereignis. In jedem Fall lohnt sich diese Erfahrung!“

Lorenz GPH20b: „Mein Fazit zu dem Sprachaufenthalt in Brighton ist positiv. Ich habe es mir lange überlegt diesen Aufenthalt zu machen, bereue aber keine Sekunde davon. Die Gruppe hat sich schnell, wahrscheinlich etwas zu schnell, zusammengefunden. Die Schule war gut und lehrreich nur leider waren etwas viele deutschsprachige Schüler dort, so konnten wir zwar schnell gute Kontakte schaffen, nur hat unser Englisch etwas darunter gelitten. Mein Lieblingswort auf Englisch ist mate, da dieses Wort einen sehr kollegialen Hintergrund hat und in jeder Situation verwendet wird.“

See you in Brighton 2024: Jetzt anmelden!
Zwei Wochen Brighton für ca. CHF 2’500.- inklusive. Anmeldungen für das nächste Jahr bis Ende März 2024 auf unserer Website: Brighton

Ein Abenteuertag in der Klasse Schreiner/in 21a: Glasmanufaktur und Wassersport in Rapperswil

24. Oktober 2023

Ein Exkursionstag mit der Klasse Sr21a verspricht immer etwas Besonderes zu sein. Wir hatten die Gelegenheit, die Glasmanufaktur Buttikon zu besichtigen und einen Blick hinter die Kulissen dieses faszinierenden Handwerks im Bereich der Glasverarbeitung zu werfen.

Am Vormittag begaben wir uns auf eine kurze Reise zur Glasmanufaktur Buttikon in Reichenburg, eine Reise in die Welt des Glases. Dort angekommen, wurden wir herzlich von der Geschäftsleitung begrüsst, welche uns durch die verschiedenen Schritte des Glasverarbeitungsprozesses führte. Wir konnten sehen, wie das Glas zugeschnitten, gebohrt und gefräst wurde, um die faszinierenden Glasprodukte herzustellen, welche in der Ausstellung präsentiert wurden.
Die Präzision und das Geschick, die in jedem Schritt des Prozesses erforderlich sind, beeindruckten uns sehr.

Abenteuer auf dem Wasser: Drachenboot und Canadier
Nach dem Mittagessen in Rapperswil, stand ein aufregendes Wassersporterlebnis auf dem Programm. Unsere Klasse duellierte sich im Drachenboot- und Canadier auf dem Zürichsee. Die Fahrt ging zur Insel Lützelau und zurück nach Rapperswil. Mit vereinten Kräften versuchten wir, das Boot so schnell wie möglich durch das Wasser des Zürichsees zu bewegen. Nachdem wir uns ausgetobt und gemessen hatten, kehrten wir erschöpft aber glücklich nach Rapperswil zurück.

Wir freuen uns schon auf die nächsten gemeinsamen Abenteuer.

Jürg Sigrist und Adrian Camenzind

Starker Videoauftritt der BBZ-Lernenden am Forum der Schweizer Wohnbaugenossenschaften

27. September 2023

Ende September an einem Freitagmorgen in Luzern: Über 500 Menschen treffen sich, um das Bauen neu zu denken. Thomas Rau, sein Buch „Materials Matters“ ist in der Mediathek ausleihbar, will als Pionier allen Bauteilen eines Hauses eine Identität geben, damit wir grundsätzlich möglichst viele Bauteile wieder verwenden. Das nennt er Madaster, abgeleitet von Kataster. Seine Rede am Morgen, ist die wichtigste des Forums.
An dieser Tagung sind meist ältere Personen anwesend und darum hat sich die Wohnbaugenosschaft als Organisatorin überlegt, Videos mit Lernenden der BBZ und der GIBS in Fribourg zu machen und diese zwischen den Referaten abzuspielen, um die Sichtweise von jungen Berufsleuten deutlich zu machen. Ein erster Blogbeitrag über die Erstellung der Videos ist am 12. Juni aufgeschaltet worden. Wir wünschen viel Vergnügen beim Schauen der Videos, unsere Lernenden haben richtig was zu sagen.  
Text: P.Kunz

Thomas Rau

Link zur Forum Veranstaltung

Video Teil 1
Video Teil 2

JOBSHADOWING IN HELSINKI/FINNLAND

25. September 2023

Ich lade Sie ein auf eine kurze Reise nach Helsinki/Finnland, wo ich während meines zweitägigen Jobshadowings bei der Berufsfachschule LUOVI wertvolle Einblicke gewinnen konnte. Ein Jobshadowing für Lehrpersonen ermöglicht den Unterricht anderer Pädagogen zu beobachten, um von deren Erfahrungen zu lernen und fördert den Austausch innerhalb Europas. LUOVI hat sich auf Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen, insbesondere psychischen Belastungen, spezialisiert. Dieses Profil ist vergleichbar mit unserem Schreinerpraktiker/In EBA. Der Name „LUOVI“ bedeutet übersetzt „Segel“, und die Anfangsbuchstaben repräsentieren die Werte, nach denen die Schule ausgerichtet ist: LUOTTAMUS (Vertrauen) UUDISTAJUUS (Innovation) OSAAMINEN (Kompetenz) VÄLITTÄMINEN (Fürsorge) ILO (Freude)

Diese Werte konnte ich während meines Jobshadowings hautnah erleben. Sie sind keine leeren Worte auf dem Papier, sondern werden im Schulalltag aktiv gelebt. Mitarbeiter von Luovi behandeln vertrauliche Informationen mit grosser Sorgfalt. Es gibt ein Dossier, wo alles erfasst wird, somit sind alle Beteiligten immer auf dem aktuellsten Stand. Die Schule bietet innovative Trainingsprogramme an, die es den Lernenden ermöglicht, ihre Fähigkeiten und Talente zu entwickeln, z.B. RUORI, ein Ressource orientiertes Assessment-Tool: LInk zu Ruori
Es sind hochqualifizierte Lehrpersonen, die sich auf die Bildung von Menschen mit besonderen Bedürfnissen spezialisiert haben. Der Lohn einer erfahrenen Lehrperson vor Steuern beträgt ca. 5’200, nach Steuern noch ca. 3’000 EUR! Sie engagieren sich dennoch fürsorglich für die Inklusion von Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Hintergründen. Eine Klasse besteht in der Regel aus 12 Lernenden mit einer Lehrperson und Sozialarbeiter/In. Eine wöchentliche ausserschulische Aktivität, teilweise mit Übernachtung, stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und die Freude. So war ich positiv überrascht, wie einzelne Jugendliche während der gemeinsamen Kaffeepause den Kontakt mit mir suchten. Die meisten sprachen ausgezeichnet Englisch, stellten interessiert Fragen, brachten mir Pausenverpflegung und klärten mich über den Rang der Schweiz im letzten Eurovision Song Contest auf. Dieser hat in Finnland eine grosse Bedeutung, das Volk mit Wettkämpfen im Luftgitarre spielen, sitzt dann vereint vor den Bildschirmen und fiebert mit. Die natürliche Kontaktaufnahme und Offenheit der Lernenden hat mich berührt!
Diese Begegnungen mit Lehrpersonen und Lernenden bestätigten mir die vertrauensvolle kooperative Atmosphäre, die an dieser Schule spürbar ist. Am besten lässt sich diese anhand des Ortes OODI veranschaulichen:

Anlässlich des 100. Unabhängigkeitstags Finnlands am 5. Dezember 2018 wurde ein ganz besonderes Geschenk gemacht: Die futuristische Zentralbibliothek OODI, entworfen von ALA Architects. Das Gebäude besteht aus Glas, Stahl und Holz und erstreckt sich über eine Fläche von rund 10.000 Quadratmetern. Sie beherbergt nicht nur 70.000 Bücher, sondern bietet auch eine Vielzahl von Einrichtungen wie Arbeitsplätze, Nähmaschinen, Tonstudio, Spielkonsolen, CNC-Maschinen und 3D-Drucker, ein Café und vieles mehr. Ziel der Bibliothek ist es, gleichzeitig Arbeitsplatz und Wohnzimmer für jedermann zu sein. Die jährliche Besucherzahl von über 2,5 Millionen spricht für sich. Selbst ich blieb bis zur Schliessung um 21 Uhr dort und genoss die anregende und dennoch entspannte Atmosphäre, auch wenn ich leider keinem der drei Transport-Robotern – Tatu, Patu oder Veera – begegnet bin. Solch einen Ort wünsche ich mir auch für das neue Schulhaus: eine Begegnungsstätte zum Co-Kreieren und Wohlfühlen für alle!
Wen das noch nicht begeistert, freut sich über das finnische Wort „KALSARIKÄNNIT“ – auf Deutsch etwa: alleine zu Hause in Unterhosen trinken.😉

Zum Schluss ein Buchtipp! Der junge Autor und Innovator Perttu Pölönen ist derzeit in Finnland sehr angesagt: „Um ein Gegengewicht zur digitalisierten Welt zu schaffen, müssen wir Kreativität, Ausdauer, Mitgefühl und Neugierde entwickeln – dieselben Soft Skills, die unserem Leben Sinn verleihen und uns von Maschinen unterscheiden. Was können wir von Ihnen bekommen, was uns Google nicht bieten kann?“
Perttu Pölönen | Keynote Speaker, Author, Futurist (perttupolonen.com)
Amazon.com: Future Skills: 9781632280749: Pölönen, Perttu, Owen, Witesman F.: Bücher

Das Buch ist in der BBZ Mediothek vorhanden und ausleihbar.

Fotos und Text: Liv Wolfermann / Lehrerin ABU und BILI

Film Jobshadowing – Helsinki – Finnland

Demokratie direkt

18. September 2023

Wird es in der Schweiz zu eng? Soll die Schweiz dafür sorgen, dass weniger Menschen einwandern? Sollen Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz abstimmen und wählen dürfen? Was braucht es für eine gelungene Integration? Müsste sich die Schweiz viel stärker für sichere Fluchtrouten einsetzen?

Mit solchen (und vielen weiteren) Fragen haben sich in der ersten Septemberwoche an der Abteilung P+R rund 20 Schulklassen aus unterschiedlichen Berufsrichtungen auseinandergesetzt. Das ABU-Team hat in Zusammenarbeit mit dem Verein «Discuss it!» hinsichtlich der eidgenössischen Wahlen im Oktober zwei Podiumsdiskussionen organisiert, in dessen Rahmen jeweils vier Politikerinnen und Politiker verschiedenster Couleur anhand des Themas Migration über Lösungen und Ideen debattierten und dabei im Lichthof des Schulhauses indirekt auch Einblick gaben in ihre Sicht auf die Welt und ihre Wertvorstellungen.

Die direkte Demokratieerfahrung wurde von vielen Lernenden geschätzt. «Es war spannend, Politikerinnen und Politiker so nah erleben zu können», sagt stellvertretend Julia Lienhart von der ZI22c. Die Klassenkameraden Nico Bertoa und Maurus Jan Waldvogel sowie Geomatiker Nevio Gillmann haben auch Erkenntnisse hinsichtlich der Funktionsweise der Politik gewonnen: «Kompromissbereitschaft innerhalb der Parteien ist wahrscheinlich ein wichtiger Ansatz, um zu Lösungen zu kommen.» Und: «Je besser ein Politiker oder eine Politikerin sprechen kann, umso aufmerksamer hört man zu.» Sowie: «Je erfahrener eine Person, desto mehr Selbstsicherheit legt sie an den Tag.»

Geteilt waren die Meinungen hinsichtlich des Schwerpunkts Migration. Während sich die einen ob der «spannenden und hitzigen Debatte» erfreuten und fanden, Migration betreffe uns schliesslich alle, brachte der Schreiner-Lernende Ruben Boesch sein Unbehagen wie folgt auf den Punkt: «Wieso reden wir eigentlich nur über Migration? Das gibt mir das Gefühl, wir hätten ein Problem. Wo doch keines ist.»

Trotz oder gerade wegen der Differenzen, die im Rahmen der Diskussionen auf dem Podium und im Publikum zutage traten – die Lernenden zeigten sich engagiert und konzentriert. Geomatiker Ramon Hartmann jedenfalls fand: «Es hätte gut auch eine Stunde länger gehen können.»

Bilder: Fabian Störi und Reto Baumann und Severin Senn

Furkan Oguz, Vorstand glp, Kt. ZH / Pia Voss Vorständin Juso, Kt. ZH / Sonja Rueff-Frenkel, Kantonsrätin FDP, Kt. ZH / Julia Monn, Moderation / Bruno Walliser Nationalrat SVP, Kt. ZH. (v.l.n.r.)
Nadja Wirth, Vorstand Junge Grüne Schweiz, Kt. ZH / Céline Widmer, Nationalrätin SP, Kt. ZH / Jonathan Benz , Moderation / Tim Balsiger, Vorstand Jungfreisinnige Winterthur / Christoph Marty, Kantonsrat SVP, Kt. ZH. (v.l.n.r.)

Die BBZ PR schwitzt zum Start vom neuen Schuljahr 

30. August 2023

Die BBZ PR ist gut in das neue Schuljahr gestartet. Wir heissen insbesondere die neuen Lernenden ganz herzlich Willkommen bei uns an der Abteilung.  

Pünktlich zum Schulbeginn packte Petrus sein bestes Sommerwetter aus und half beim Aufheizen der Unterrichtsräume. So war es beispielsweise am Donnerstag, 24. August 2023 über 33 Grad in den oberen Unterrichtsräumen und in der Mensa. 

Viele Lehrpersonen und Lernenden kamen folglich auf die gleiche Idee, ihren Unterricht in die unteren Etagen zu verlegen. So wurde zum Beispiel im Kraftraum Allgemeinbildungsunterricht gehalten und in den Gängen vor den Garderoben gelernt und diskutiert.  

Wir danken allen, dass Sie das Möglichste gegeben haben und durchgehalten haben! Kühleres Wetter folgt. 

In Knigge-Kursen lernen Jugendliche vor der Lehre Benimmregeln.

24. August 2023

NZZ am Sonntag, 13. August 2023, mit einem Beitrag von Heinz Schlegel, Rektor BBZ.

nzzs_20230813_0_0_10-1Herunterladen

Besuch im Zürcher Kantonsrat

22. August 2023

Am letzten Schultag vor den Sommerferien, am 10. Juli 2023, besuchten die Klassen ZL21 und ZR21 den Zürcher Kantonsrat, um die Ratsdebatte von der Tribüne aus mitzuverfolgen und eine Erläuterung des Ratsbetriebs im Ratssaal zu erhalten.  

Die Versammlungen des Kantonsrats finden immer am Montagmorgen statt. Derzeit werden die Sitzungen im Provisorium Hard in der umgebauten Bullinger Kirche abgehalten. Unser Besuch begann um 08:45 Uhr. Nachdem wir die Sicherheitsschleuse passiert hatten, wurden wir von Frau Franziska Gasser von den Parlamentsdiensten begrüsst. Wir erhielten eine Einführung in die Zuständigkeiten des Kantonsrates. 

Um 09.15 Uhr konnten wir die Ratsdebatte von der Tribüne aus mitverfolgen. Von dort hatten wir die ganze Übersicht auf den Ratssaal. Der Kantonsrat musste den Geschäftsbericht 2022 des Regierungsrates verabschieden. Das tat er mit 168 zu 0 Stimmen, nachdem jede Fraktion sich zu Wort gemeldet hatte. Für dieses Geschäft waren ausnahmsweise alle Regierungsrätinnen und Regierungsräte anwesend.  

Um 09.45 Uhr war eine Pause im Parlament. So konnten wir den Saal noch besichtigen und ein paar interessante Informationen erhalten. Wir haben zum Beispiel erfahren, dass das jüngste Mitglied den Jahrgang 1999 hat und das älteste im Jahr 1951 geboren wurde. Jedes Mitglied erhält nebst der finanziellen Entschädigung für die Arbeit im Parlament ein 1.Klasse ZVV-Jahresabonnement. 

Der Kantonsrat besteht aus 180 Mitgliedern, die alle vier Jahre durch die Zürcher Bevölkerung gewählt werden. Die Sitzungen sind öffentlich. Der Zürcher Kantonsrat spielt eine wichtige Rolle bei der Gestaltung der Politik und Gesetzgebung im Kanton Zürich.  

Er repräsentiert die verschiedenen politischen Parteien und Interessengruppen und dient als Forum für den Austausch von Ideen und Meinungen.  

Der Besuch war sehr interessant, da er uns ermöglichte, eine echte Ratsdebatte im Ratssaal zu verfolgen. Wir wünschen uns mehr solche Exkursionen.  

Lernender ZL21 (Lorenzo Huber) 

«Ich muss mir bewusst sein, dass Kaffee nicht das Nachhaltigste ist.»

17. Juli 2023

Zürich, 17. Juli 2023 | Die Abteilung Planung und Rohbau wechselt in den Sommerferien 2023 ihren Kaffeeanbieter für das Lehrpersonenzimmer an der Lagerstrasse 55. Neu wird der Kaffee von ViCAFE bezogen. Silvan Rutz traf dazu Pascal Rast zum Interview. Dieser arbeitet als Head of Sales für die beiden Marken Vivi Kola und ViCAFE. Die beiden Unternehmen sind seit dem 1. Januar 2023 unter ViCollective zusammengeführt. Der «Pausenverschönerer» erklärt im Interview, warum Nachhaltigkeit beim Kaffee schwierig ist. Darüber hinaus erzählt er uns, wie das agile Arbeitsumfeld bei ViCAFE und Vivi Kola zu einem innovativen neuen Getränk namens Vivi Nova geführt hat.

Silvan Rutz: Es ist kurz nach Mittag. Wie viele Kaffees hast du heute bereits getrunken?

Pascal Rast: Zu viele. Drei Stück. Zwei am Morgen und einer nach dem Mittag.

Ist das viel für deine Verhältnisse?

Ich probiere nicht mehr als vier Kaffees pro Tag zu konsumieren. Drei Stück liegen also noch im Rahmen.

Du brauchst du also Limiten für deinen Kaffeekonsum?

Die Frage ist, wie der Kaffee genossen wird. Ist der Kaffee da um wach zu werden oder ist es wie für andere eine Zigarette. Ich denke, drei bis vier Kaffees pro Tag sind in Ordnung.

Ich habe gelesen, dass du gerne Gemüse kochst. Wie wichtig ist dir deine Ernährung?

Wo hast du gelesen, dass ich gerne Gemüse koche?

Auf der Webseite von ViCAFE.

Das ist ein anderer Pascal. Ich bin ein sehr schlechter Koch. Aber ich versuche auf die Ernährung zu achten und meine Frau kocht sehr gerne. Ich muss nur vorsichtig sein mit Süssgetränken. Dies ist aber schlussendlich eine Frage des Masses.

Fällt es dir schwer, weil du direkt an der Quelle arbeitest?

Nein. Ausserdem gibt es mittlerweile viele zuckerarme Getränke.

Wo siehst du die wichtigsten Herausforderungen „Kaffee trinken“ nachhaltiger zu machen und wo liegen die Schwerpunkte?

Aus der Perspektive des CO2-Fussabdruckes geschieht der grösste Schaden am Ursprungsort. Die CO2 Emissionen sollen aber selbstverständlich entlang der gesamten Wertschöpfungskette reduziert werden. Wir besitzen eine energieeffiziente Röstmaschine und versuchen auch in der Logistik die Emissionen gering zu halten. Zusätzlich gründeten wir mit Partnern zusammen die ViFoundation. Die Stiftung ist unabhängig und realisiert Projekte auf den Kaffee-Farmen. Es geht einerseits darum, die Lebensgrundlagen der Kaffee Farmerinnen und Farmern zu verbessern, sowie um das gezielte Fördern von fortschrittlichen und nachhaltigen Praktiken auf den Farmen selbst. So haben wir zum Beispiel kürzlich auf unser Partnerfarm in Kolumbien geholfen eine Kompostieranlage zu realisieren. Zudem glauben wir stark daran, dass die Bäuerinnen und Bauern voneinander lernen können und versuchen dort Brücken zu schlagen. ViCAFE unterstützt die Stiftung mit einem Schweizerfranken pro verkauftem Kilogramm Kaffee.

Kaffee Produktionsstandort Zürich Altstetten mit der energieeffizieten Röstmaschiene

Produktionsstandort Zürich Altstetten mit der energieeffizieten Röstmaschiene
(Quelle Bild: ViCollective AG)

Ist es für euch eine Herausforderung die Nachhaltigkeit sichtbar zu machen, da viel Engagement für die Nachhaltigkeit im Ausland geleistet wird?

Ja, es ist bestimmt nicht das Müheloseste. Jede zweite Unternehmung behauptet, sie sei nachhaltig. Das ist nicht schlecht. Wir kommunizieren im Bereich Nachhaltigkeit mit Sorgfalt. In den Espressobars steht die Qualität der Bohnen im Vordergrund. Intern gehört die Nachhaltigkeit zu den wegweisenden strategischen Säulen.

Oft wird er Einweg-Kaffeebecher kritisiert, weil er nicht nachhaltig ist. Wie stehst Du zu dieser Diskussion?

Was mich mehr nervt, ist nicht die Thematisierung. Es gibt viele interessante Ansätze. Bei uns kannst du deinen eigenen Kaffeebecher mitbringen oder auf einen Mehrweg Kooky-Becher zurückgreifen. Diese werden jedoch noch zu selten genutzt. Aber das Anbieten einer nachhaltigen Lösung und das tatsächliche Nutzen der Konsumierenden sind ein unterschiedliches Paar Schuhe.

Also fordern die Konsumentinnen und die Konsumenten mehr, als sie wirklich bereit sind zu tun?

Dies hört sich harsch an. Es ist allerdings Teil der Knacknuss. Es ist praktisch den Einwegbecher zu wählen. Dadurch muss das eigene Gefäss nicht mitgenommen werden. Für nachhaltige und abbaubare Varianten finden immer wieder Versuche statt. Die Gretchenfrage bei abbaubaren Produkten ist, was passiert nach dem Konsum. Längst nicht alle kompostierbaren Becher landen im Grüngut. Die Grünabfuhr sortiert oftmals auch die Nachhaltigen aus. Insgesamt braucht es von verschiedenen Seiten Bewegung.

Gibt es auf die Nachhaltigkeit bezogen ein Projekt, das du unbedingt noch umsetzen willst bei ViCAFE oder bei Vivi Kola?

Ganz viele. Zum Beispiel wollen wir uns nach den B CORP Standards ausrichten. Das ist eine rundum Bewertung des gesamten sozialen und ökologischen Einflusses für Unternehmen. Das Resultat wäre die B CORP Zertifizierung. In diesem Verfahren werden sämtliche Prozesse hinterfragt. Ich denke, es wäre grossartig für uns, wenn dies zustande kommt.

Kaffee Plantagen: Zusammenarbeit mit den Farmerinnen und Farmern

Kaffeeplantagen: Zusammenarbeit mit den Farmerinnen und Farmern
(Quelle Bild: ViCollective AG)

Was unternimmst du für eine gesunde Work-Life-Balance?

Wie erwähnt versuche ich mich gesund zu ernähren. Ich probiere Sport zu treiben. Ich gebe zu, mit dem Nachwuchs ist es herausfordernd. Ich versuche auch Arbeit und Freizeit möglichst zu trennen.

Du wirkst jung und dynamisch. Auf der Jobplattform LinkedIn habe ich gelesen, dass du in deiner Karriere bereits viele Unternehmen kennenlernen durftest. Wie weiss man deiner Meinung nach, dass man beim richtigen Arbeitgeber ist?

Gute Frage. Ich denke, du bist so lange beim richtigen Arbeitgeber, wie es dir Freude macht dort zu arbeiten. Du musst wissen, dass du etwas verändern kannst. Falls sich dies nicht der Fall ist, ergibt es Sinn eine neue Erwerbstätigkeit zu suchen.

Geniesst du eure Produkte auch privat? Welches ist dein Lieblingsprodukt?

Kaffee ja. Süssgetränke teilweise. Insgesamt trinke ich wohl am meisten die Hausmischung.

Und zuhause ist es auch eine Zeremonie mit Siebträger?

Ja, zu meinem Stellenantritt deckte ich mich mit einer passenden Kaffeemaschine ein.

Wie digital seid ihr unterwegs bei ViCAFE und bei Vivi Kola?

Wir haben zwar noch einen Drucker im Büro, aber wir sind bestrebt weitgehend papierlos zu funktionieren. Der grösste Teil läuft digital, zum Beispiel die Stundenerfassung, die Archivierung und der Versand von Rechnungen.

Beim Besuch in eurem Provisorium erhielt ich den Eindruck, dass agiles Arbeiten bei euch einen hohen Stellenwert geniesst. War dies bereits bei der Gründung des Unternehmens der Fall oder habt ihr es durch personelle Fluktuation zu einem Teil von euch gemacht?

Für mich ist das schwierig zu beantworten, da ich erst seit zwei Jahren angestellt bin. Ich denke aber, dass es seit Beginn dazugehört.

Wurde agiles Arbeiten bereits von einem Angestellten in einer Form ausgenützt oder gab es Probleme?

Nein, aber ich habe ein Beispiel, wo es sehr gut funktioniert hat. Wir haben ein Getränk mit künstlicher Intelligenz kreiert. Das Produkt heisst Vivi Nova und es wurde von den Medien gut aufgenommen. Entstanden ist es als Gag. Vivi Nova wurde plötzlich eine grosse Sache. Alles musste über Bord geworfen werden. Wir mussten plötzlich viel schneller sein. Ich hoffe es kommt nun gut an im Markt. Falls nicht ist es eine gute Erfahrung.

Kaffee ist für viele Arbeitstätige Lebensretter? Fühlst du dich teilweise als einen solchen?

(lacht laut) Das kann ich nicht sagen. Was ist für dich ein Kaffee? Belohnung oder Suchtritual?

Das ist bei mir wie beim Pawlowschen Hund. Kaffee ist bei mir stark mit Pausen verbunden.

… und mit Gesprächen. Dadurch hat Kaffee eine stark positive Assoziation. Ich sehe mich wohl als „Pausenverschönerer“ oder als jemand der positiven Emotionen bringt.

Du bist Verkaufsleiter von einem Luxusgut. Gibt es da auch schnippische Reaktionen?

Wenige. Vielleicht liegt es daran, dass es ein Luxusgut mit grosser Wirkung ist. Bei einem Parfüm ist oftmals nicht verständlich, weshalb es hundert Franken kostet. Beim Kaffee lässt sich die Wertschöpfung simpel vermitteln. Die einzelnen Schritte der Wertschöpfungskette sind fassbar und transparent.

Wenn du ein Superheld wärst, welche Superkraft hättest du gerne, um den Kaffeegenuss zu verbessern?

Am Ende des Tages muss ich mir bewusst sein, dass Kaffee nicht nachhaltig ist. Ich würde genau dort ansetzen als Superheld. Zum Beispiel eine neue Kaffeepflanze, welcher weniger Wasser braucht oder einfach allgemein Ressourcen schonender angebaut werden kann- aber natürlich immer noch supergut schmeckt.

Pascal Rast ist Head of Sales bei Vivi Kola und Mitglied des Executive Boards. Mit seiner langjährigen Karriere in der Getränkebranche bringt er wertvolle Erfahrungen in seine Arbeit ein. Als strategisches Hirn hat er stets das nächste Ziel im Blick und arbeitet eng mit seinem Team zusammen. Er verfügt über umfangreiche Kenntnisse in den Bereichen Marketingstrategie, Teamführung, Management, Vertrieb, Geschäftsplanung, Warenrotation und Projektmanagement. Zuvor war er lange Zeit bei Coca-Cola HBC. Er hat einen Master-Abschluss in Management & Economics mit Schwerpunkt Behavioral Economics von der Universität Zürich und hat einen Bachelor-Abschluss in Economics von derselben Universität erworben.

Pascal Rast - Head of Sales

(Quelle Bild: Linkedin Pascal Rast)

Für den Text: Silvan Rutz

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