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Das Kompetenzzentrum der Baubranche

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Baugewerbliche Berufsschule Zürich

Baugewerbliche Berufsschule Zürich

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Exkursion

Exkursionstag Sr24a: Koch AG und Seil Park Kloten  

24. September 2026

 
Heute waren wir mit unserer Klasse bei der Koch AG, einem Beschläge- und Werkzeughändler. Wir hatten eine Führung durch das ganze Lager und man hat uns wirklich alles gezeigt und erklärt, wie die Ware reinkommt, wo sie gelagert wird und wie sie am Ende wieder rausgeht. War echt spannend zu sehen, was da alles dahintersteckt, auch wenn man sich das von aussen gar nicht so vorstellt. Bei der nächsten Bestellung werden wir sicherlich daran denken, dass da viele Arbeitsschritte nötig sind, bis das Paket bei uns ankommt.  
Am Nachmittag sind wir dann noch in den Seil Park Kloten gegangen. Das war der perfekte Ausgleich nach der eher ruhigen Führung am Morgen. Der Seil Park war sehr cool und zum Teil auch anspruchsvoll, doch das war es auf jeden Fall wert. 
Alles in allem ein cooler Tag etwas Neues gelernt und danach nochmal richtig ausgepowert. Vielen Dank ans Lehrerteam. 
Klasse: SR24a 

Betonwerk und Recyclingplatz Hard

23. September 2026


Letzten Mittwoch am 16. September ist unsere Klasse die Mr24b ins Betonwerk und zum Recyclingplatz Hard gegangen.
Wir hatten am Morgen eine Führung durch die ganze Anlage und der Werkleiter hat uns vieles über den Recyclingbeton und den ganzen Prozess erzählt. Es war sehr spannend und wir konnten vieles Lernen über das entsorgen von Bauabfällen.
Wo gebaut wird, entsteht Abfall, vor allem durch Aushub, Neu- oder Rückbau. In der Schweiz wird der grösste Abfallstrom durch Rückbaumaterialien verursacht. Das Ziel der Incycle ist es, ihn wesentlich zu reduzieren.
«Urban Mining» ist die Baustoffgewinnung aus vorhandener Bausubstanz. Es geht darum, die verbauten Rohstoffe am Ende ihres Gebrauchs neu zu nutzen.
In der Schweizer Gesetzgebung ist der Einsatz von Recyclingbaustoffen bereits verankert. Die VVEA (Verordnung über die Vermeidung, Verwertung und Entsorgung von Abfällen) wie auch die Bauprodukteverordnung fordern explizit den Einsatz von Recyclingbaustoffen.
Beton ist das weltweit am meisten verbaute Material. Ziel ist eine Kreislaufwirtschaft, die den Einsatz
natürlicher Gesteinskörnungen reduziert und die Ablagerung von mineralischem Rückbaumaterial in
Deponien vermeidet.Der Baustoffkreislauf funktioniert, zudem sind die rezyklierten Baustoffe von
höchster Qualität. Damit bietet sich endlich die Möglichkeit, den Einsatz von Recyclingbaustoffen zu
fördern und gleichzeitig den CO2-Fussabdruck verkleinern.


InCycle Betone stehen für innovative Rezepturen und eine ressourcenschonende Herstellung. So senkt man den CO2-Ausstoss spürbar bei gleichbleibender Qualität. Ob Neubau, Sanierung oder Infrastruktur.
Die InCycle Betone erfüllen strenge Umweltstandards geprüft im firmeneigenen akkreditierten Labor und teilweise durch unabhängige Prüfstellen bestätigt:
– geprüfte Qualität
– verantwortungsvolle Materialwahl
– transparente Produktionskette und eine nachgewiesene CO₂-Senkenleistung

Durch ihre spezielle Zusammensetzung speichern die Betone dauerhaft CO2 – ein messbarer Beitrag zur Reduktion der Klimabelastung.


Im Kanton Zürich bestehen mehr als zwei Drittel des gesamten Abfallaufkommens aus Bauabfällen.
Über 80 % der mineralischen Bauabfälle werden dort inzwischen als Baustoffe verwertet.
Sonderabfälle wie beispielsweise asbesthaltige Materialien dürfen nicht einfach mit normalem Bauschutt vermischt werden. Sie müssen getrennt und fachgerecht entsorgt werden.


Danke an die Firma Toggenburger, dass unsere Klasse diese Exkursion dort durchführen durfte und auch danke an unseren Lehrer Herr Loher für die Organisation.

Spannende Einblicke in die Welt des Lehmbaus

17. September 2026

Im Rahmen der diesjährigen Exkursion durften die Klassen ZA24c, ZA24e und ZA25b in der Werkhalle der Baugewerblichen Berufsschule spannende Einblicke in das Thema Lehmbau und nachhaltiges Bauen gewinnen.

Der schweizerische Fachverband für Lehmbau, die IG Lehm, organisierte einen abwechslungsreichen Tag mit verschiedenen theoretischen und praktischen Inputs. Dabei erfuhren die Lernenden viel Wissenswertes über die Eigenschaften von Lehm, seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und seine Bedeutung für nachhaltiges Bauen.

Besonders der zweite Teil des Tages sorgte für viel Abwechslung und bot die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen. Die Lernenden konnten Stampflehm ausprobieren, eigene Lehmblöcke pressen und Lehmputz auftragen. So wurde das zuvor vermittelte Wissen direkt in die Praxis umgesetzt – mit viel Engagement und sichtlicher Freude am Ausprobieren.

Zum Abschluss erhielten wir einen spannenden Einblick in ein konkretes Lehmbauprojekt: den Schulpavillon Allenmoos II in Zürich. Dabei konnten wir erleben, wie die zuvor kennengelernten Materialien und Techniken in einem realen Bauwerk eingesetzt werden.

Wir bedanken uns herzlich beim gesamten Team der IG Lehm für den interessanten Einblick, die abwechslungsreichen Aktivitäten und das grosse Engagement. Es war eine spannende und lehrreiche Exkursion, die uns das Potenzial von Lehm als nachhaltigen Baustoff nähergebracht hat.

Klassen ZA24c, ZA24e und ZA25b

Text: Michael Bäbler

Exkursion nach Bern: Baustellenführung im Berner Münster und Einblicke ins Bundeshaus 

1. Juli 2026

Am Montag, 29. Juni 2026, reiste die Klasse MK23a der Metallbaukonstrukteure EFZ im 3. Lehrjahr gemeinsam mit den Lehrpersonen Marcel Hegetschweiler und Michael Meuwly nach Bern. Ziel der Exkursion war es, den Lernenden spannende Einblicke in historische Bauwerke, aktuelle Restaurierungsarbeiten sowie in die politischen Abläufe der Schweiz zu ermöglichen. 

Der Vormittag stand ganz im Zeichen des Berner Münsters. Im Rahmen einer exklusiven Baustellenführung erhielten die Lernenden einen faszinierenden Einblick in die laufenden Restaurierungs- und Instandsetzungsarbeiten am bedeutendsten spätgotischen Sakralbau der Schweiz. Das Berner Münster prägt seit über 600 Jahren das Stadtbild der Bundesstadt und stellt mit seinen anspruchsvollen Konstruktionen, den Natursteinarbeiten und den kontinuierlichen Erhaltungsarbeiten ein eindrückliches Beispiel historischer Baukunst dar. 

Unter fachkundiger Leitung konnten die Lernenden Bereiche besichtigen, die der Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich sind. Besonders interessant waren die Ausführungen zu den statischen Herausforderungen, den Restaurierungsmethoden sowie zur langfristigen Sicherung des Bauwerks. Für angehende Metallbaukonstrukteure bot die Führung zahlreiche Bezüge zum Unterricht in den Bereichen Konstruktion, Statik und Bautechnik. 

Nach dem individuellen Mittagessen in der Berner Altstadt folgte ein weiterer Höhepunkt des Tages: die Führung durch das Bundeshaus. Die Zürcher Nationalrätin Marionna Schlatter führte die Klasse persönlich durch das Parlamentsgebäude und vermittelte spannende Einblicke in die Schweizer Politik und den parlamentarischen Alltag. 

Während des Rundgangs besuchten die Lernenden unter anderem die imposante Kuppelhalle, den Nationalratssaal, den Ständeratssaal sowie die Wandelhalle. Dabei erfuhren sie aus erster Hand, wie politische Entscheidungen entstehen und welche Bedeutung der Föderalismus für die Schweiz hat. 

Die Exkursion bot den Lernenden eine gelungene Verbindung von Fachwissen, Kultur und politischer Bildung. Gleichzeitig ermöglichte der gemeinsame Tag ausserhalb des Schulzimmers wertvolle Begegnungen und Gespräche. 

Ein herzlicher Dank geht an die Verantwortlichen der Berner Münster-Stiftung für die eindrückliche Baustellenführung sowie an Nationalrätin Marionna Schlatter für die interessante und engagierte Führung durch das Bundeshaus 


Text: Michael Meuwly, Lehrperson Metallbaukonstrukteure EFZ 

Exkursion Knauf Akademie und Squash im Sportzentrum 

18. Dezember 2025

 
Früh am Morgen traf sich unsere Klasse gut gelaunt am Zürcher Hauptbahnhof. Wir machten uns gemeinsam mit dem Zug auf den Weg zur Akademie der Firma Knauf, ein international tätiges Unternehmen, das sich auf Trockenbau, Decken- und Wandsysteme spezialisiert hat. Gleich bei unserer Ankunft in der Firma wurden wir sehr herzlich empfangen und mit frischen Gipfeli, Kaffee und Getränken verwöhnt.  
Nach einer Begrüssung folgte eine sehr interessante Präsentation von Daniel, ein Spezialist für den Trockenbau der Firma Knauf. Wir bekamen nicht nur spannende Informationen über die Geschichte und die Produkte der Firma, sondern Daniel erklärte uns auch technische Details rund um den Trockenbau, die für unseren Beruf als Zeichner und Zeichnerinnen Fachrichtung Architektur besonders wichtig sind. Wir erfuhren unter anderem, wie Trockenbauwände konstruktiv aufgebaut, welche Materialien dazu benötigt werden und welche Vorteile diese Bauweise ermöglicht. 
 
Im Anschluss durften wir unser theoretisches Wissen gleich selber praktisch anwenden. In kleinen Gruppen stellten wir selbst ein Trockenbaudetail her. Dabei durften wir die verschiedenen Arbeitsschritte kennenlernen. Über das Abmessen und das richtige Schneiden der Platten bis hin zur Montage und dem Verspachteln von kleinen Wandelementen konnten wir alles selber ausprobieren. Es machte grossen Spass, einmal selbst handwerklich tätig zu sein und zu sehen, wie viel Präzision und Teamarbeit in einem kleinen Detail steckt. 
 
Nach unserer handwerklichen Baukunst wurden wir von der Firma Knauf zu einem sehr feinen Mittagessen eingeladen. Die Pause nutzten wir, um uns zu stärken, miteinander zu plaudern und den lässigen Vormittag Revue passieren zu lassen. An dieser Stelle möchten wir uns nochmals ganz ganz herzlich für den total spannenden, unvergesslichen und lehrreichen Morgen und das feine Mittagessen bei Daniel und der Firma Knauf bedanken! 

 
Am Nachmittag stand dann der sportlichere Teil des Tages auf dem Programm. Wir fuhren mit dem Zug weiter nach Dietikon in ein Sportzentrum, wo wir Squash spielen konnten. Die Hallen waren für uns reserviert. Nicht alle hatten schon grosse Erfahrung im Squash spielen, entsprechend lustig und lebhaft ging es auf den Plätzen zu. Nach einigen intensiven Matches und viel Bewegung war der Tag dann leider auch schon wieder vorbei. 

Text Klasse ZA23b 

Lehrpersonen Patrick Fischer und Sandra Flury 

Lehmige Sache

28. Oktober 2025

Lehm ist ein uraltes, natürliches Material, das uns heute noch fasziniert. In unserem spannenden Workshop haben wir mit unseren Händen eine Kugel aus Lehm geformt, sie perfekt rund gemacht und dabei gelernt, wie man diesen besonderen Baustoff richtig behandelt. Zum krönenden Abschluss erkundeten wir eine echte Baustelle mit lehmhaltigem Boden.  
Es gibt etwas Magisches, wenn man Lehm mit den eigenen Händen bearbeitet. Warm, formbar und voller Leben, so fühlt sich dieses natürliche Material an. Wir begannen unseren Workshop ganz bodenständig. Eine Kugel formen, die nicht nur rund, sondern auch stabil sein sollte. 
Mit viel Gefühl kneteten wir den Lehm, bis die Grundform perfekt in unseren Händen lag. Doch damit war es nicht getan. Um die Kugel so rund wie möglich zu gestalten, verwendeten wir eine Glasflaschenöffnung – ein einfacher, aber genialer Trick, der uns half, die Oberfläche zu glätten und der Kugel den letzten Schliff zu geben. Dann kam der spannende Moment: Wir bestreuten die Oberfläche mit «Paniermehl». Klingt ungewöhnlich? Genau, so haben wir alle winzigen Öffnungen im Lehm verschlossen, damit unsere Kugel stabil bleibt. Zum Abschluss glätteten wir alles mit einem Deckel, dessen Oberfläche so glatt war, dass sie die Kugel regelrecht versiegelte. 
Doch unser Abenteuer war damit noch nicht vorbei. Wir besuchten eine nahegelegene Baustelle, auf der der Boden voller Lehm war. Hier konnten wir hautnah spüren, wie wichtig dieser Baustoff für Bauprojekte sein kann: ein faszinierender Einblick in die Verbindung von Natur und Technik.  

Lehm ist mehr als nur Erde, er lebt, lässt sich formen und erzählt Geschichten. Unser Tag zeigte, wie aus einfachen Materialien Kunst entsteht und wie eng Natur und Handwerk verbunden sind. Wer hätte gedacht, dass eine Kugel aus Lehm so spannend sein kann? Der letzte Abschnitt ist von ChatGPT, aber den Rest den habe ich selber geschrieben. Ech schwöre 

Luis Fuguet MR25a 

Unser Ausflug ins Kieswerk Stadel

25. September 2025

Letzten Mittwoch (17.09.2025) waren wir mit unserer Klasse MR24b im Kieswerk Stadel.
Dort bekamen wir eine Führung von der Firma Kibag. Dabei waren der Kiesgrubenchef,
eine Geologin und ein Bauingenieur. Was wir dort alles gelernt haben, werden wir jetzt
kurz erläutern.
Mit dem Abbau von fast einer Million Tonnen Kies pro Jahr ist das Kieswerk Stadel
im Zürcher Unterland mengenmässig das bedeutendste der KIBAG. Erst kürzlich
wurde dort die gesamte Kiesverladeanlage ersetzt.

Das Kieswerk Stadel in Windlach beliefert die gesamte Region Zürich mit Kies.
Fast eine Million Tonnen Wandkies wird hier jährlich abgebaut, und gleichzeitig
wird die Grube mit sauberem Aushub wieder aufgefüllt.
In der Kiesgrube ragt eine 30 Meter hohe Kieswand empor. Dort bearbeitet unser
legendärer 63-Tonnen-Bagger «T-Rex» mit seinem 37 Meter langen Arm und
einem Druck von 35 Bar den dicht gelagerten Kies. Da sich das Kieswerk im
Grundwasserbereich befindet, kann das Material mit sauberem Grundwasser von
den Wänden gelöst werden. Abhängig von den Bestellungen und dem Bedarf
kommt er mehrmals pro Woche zum Einsatz. Je nachdem wie die Wand abhängt,
können sich 5000 bis 7000 Tonnen auf einmal von der Wand lösen.

Grosse Nachfrage nach Splitt

Der grösste Anteil der Kieskomponenten (ca. 60 Prozent) geht in unsere eigenen
Betonwerke. Ein weiterer bedeutender Teil wird zu Tiefbauprodukten, wie etwa
ungebundenem Gemisch aufbereitet und von den KIBAG Bauleistungen ver-
wendet. Diese liefern auch den Hauptteil an sauberem Aushub. Gross ist zudem
die Nachfrage nach Splitt. Im angegliederten Splittwerk wird das Kies auch zu
Splitt aufbereitet. Früher befand sich im Stadel zudem ein Betonwerk. Heute
erfolgen die Beton-Lieferungen jedoch ab Regensdorf und Bassersdorf, wodurch
zusätzlich vermehrt Recycling-Produkte eingesetzt werden können.
Alle drei Minuten ein Lastwagen.

Von der Planung bis zur Inbetriebnahme der neuen Kiesverladeanlage dauerte es
insgesamt 18 Monate. Die alte Kiesverladeanlage von 1986 stammte noch aus der
Zeit, als das Kieswerk gebaut wurde. In den vergangenen 35 Jahren wurden mit
ihr schätzungsweise eine halbe Million Lastwagen beladen. Mittlerweile war sie
aufwendig im Unterhalt und reparaturanfällig geworden, zudem waren diverse
Ersatzteile nicht mehr erhältlich. Die Anlage hat eine komplett neue Ammann-Verladesteuerung erhalten, mit der nun 20 Lastwagen pro Stunde beladen werden können, also alle drei Minuten ein Lastwagen.
Es hat sehr viel spass gemacht wir danken der Firma Kibag für diese Möglichkeit.

Text: Klasse MR24b

Flumroc und die Flumserberge 

27. August 2025

3.Juli 2025
Im Rahmen unserer Spezialwoche hatten wir die Möglichkeit, als Klasse die Firma Flumroc in Flums zu besuchen. Es war eine sehr spannende, lehrreiche und eindrückliche Exkursion in die Welt der nachhaltigen Dämmstoffe. 

Bereits bei unserer Ankunft wurden wir sehr herzlich mit Kaffee und Gipfeli empfangen. Zwei freundliche Herren nahmen sich den ganzen Vormittag Zeit, um uns das Unternehmen näherzubringen. Zu Beginn erhielten wir eine informative Präsentation zur Geschichte und Entwicklung von Flumroc, zur Rolle der Mitarbeitenden sowie zu einem der wichtigsten Meilensteine der letzten Jahre: dem neuen Elektroschmelzofen, der im Zuge eines grossen Umbaus realisiert wurde. Dieser Ofen steht sinnbildlich für die Innovationskraft und das Umweltbewusstsein der Firma – moderne Technologie trifft hier auf energieeffizientes Denken. 

Anschließend ging es in die Produktionshallen, wo wir hautnah miterleben durften, wie aus den Rohstoffen hochwertige Steinwolle-Dämmplatten entstehen. Wir sahen, wie das Rohmaterial geschmolzen und in Fasern verwandelt wird, die Matten aus den Fasern gehärtet und anschließend zugeschnitten und verpackt werden. Besonders eindrücklich war es, den Ofen mit dem Verspinnen der Steinschmelze zu Fasern und den Prozess vom automatisierten Zuschnitt aus nächster Nähe zu sehen. 

Nach dem Rundgang durch die Produktion durften wir die Ausstellung besuchen. Dort wurde uns sehr anschaulich gezeigt, wie vielfältig die Produkte von Flumroc in der Architektur eingesetzt werden – von der Dämmung der Fassade über Dach und Decke bis hin zum Brand- und Schallschutz. Besonders spannend war ein Brandtestexperiment von Flumroc-Produkten und anderen Dämmmaterialien: die Steinwollprodukte der Firma Flumroc brennen nicht. Das liegt an den natürlichen Eigenschaften der Steine. Der Stein als Rohmaterial brennt nicht, auch nicht in Form der damit erstellten Wolle. Die Platten sind nicht brennbar und leisten so auch einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit im Gebäude. 

Zur Mittagszeit wurden wir mit einem sehr feinen Essen verwöhnt – eine wirklich großartige Geste und wir fühlten uns rundum gut betreut. Ganz herzlichen Dank liebe Flumroc! 

Nach dem Besuch bei Flumroc fuhren wir mit dem Postauto in die Flumserberge. Oben ging es mit dem Sessellift den Berg hinauf, die Aussicht war spektakulär und die Vorfreude auf unser nächstes Highlight gross: 
Wir rodelten den Berg hinunter und hatten dabei viel Spass, wir spürten, wie das Adrenalin durch unseren Körper floss. Später überreichten wir Herrn Bäbler noch unser Abschiedsgeschenk, ein schöner und persönlicher Moment. Zum Abschluss gingen wir noch kurz in ein Restaurant, bevor es dann wieder mit der Gondel zurück ins Tal ging, wo dann schon der Zug auf uns wartete.  

Es war ein sehr erlebnisreicher Tag, welchen wir nicht so schnell vergessen werden 🙂 und wir bedanken uns ganz herzlich bei der Flumroc! 

Text Klasse ZA23b  

Lehrpersonen Michael Bäbler und Sandra Flury 

Einblicke ins Massnahmezentrum Uitikon

14. Juli 2025

Am 24. Juni 2025 hatten interessierte Lehrkräfte der beiden Abteilungen der Baugewerblichen Berufsschule Zürich die Möglichkeit, das Massnahmezentrum Uitikon (MZU) zu besuchen. Für viele war dies ein idealer Zeitpunkt: Die Abschlussklassen befanden sich mehrheitlich nicht mehr im Unterricht und für die Lehrpersonen der PR-Abteilung lag dieser Besuch in der unterrichtsfreien „Zügelphase”. Eine allfällige Stellvertretung wurde, wo nötig, durch Absprache mit der Schulleitung sichergestellt.

Nach unserer Anmeldung bei der Sicherheitsloge wurden wir von Herrn Roger Hurni, dem Leiter der Schule, herzlich empfangen. Die Einführung bot nicht nur einen Überblick über das MZU selbst, sondern auch einen spannenden Exkurs in das Schweizer Strafrecht mit besonderem Fokus auf die Ausbildungsmöglichkeiten innerhalb der Institution. Besonders eindrücklich war die detaillierte Schilderung der strukturierten Tagesabläufe der Klienten, die stark von schulischen, therapeutischen und beruflichen Aktivitäten geprägt sind. Zudem wurden pädagogische, gesellschaftliche und rechtliche Aspekte sowie die Sinnhaftigkeit von Massnahmen im Jugendstrafvollzug konstruktiv diskutiert.

Anschliessend konnten wir ein Klassenzimmer und die Werkstätten besichtigen. Besonders eindrücklich war die Führung durch die Arbeitsbereiche Metallbau und Schreinerei, bei der wir die Klienten direkt bei ihrer Arbeit erleben durften. Die Schule präsentierte sich als engagierter Ort der Bildung und Reintegration. Ein Besuch der geschlossenen Abteilung war leider aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen nicht möglich.

Gegen 16:30 Uhr endete der aufschlussreiche Besuch mit einem köstlichen Apéro, der von den Kochlernenden zubereitet wurde.  Viele von uns gingen mit neuen Eindrücken und einer vertieften Perspektive auf das Zusammenspiel von Strafe, Bildung und sozialer Wiedereingliederung nach Hause.

Ein grosser Dank gilt dem Team des MZU für die Offenheit und die informative Führung.
Text: Fabian Störi und Nadine Vetterli

Link zur Homepage des Massnahmezentrums

Der Stoff, mit dem wir bauen 

4. Dezember 2024

Werksbesichtigung bei der FBB Frischbeton + Baustoff AG Hinwil am 26. November 2024

Es gibt nicht gute oder schlechte Baustoffe. – Es gibt nur richtig oder falsch eingesetzte Baustoffe. Fundierte Kenntnisse sind für Zeichnerinnen und Zeichner Fachrichtung Ingenieurbau eminent wichtig. Deshalb repetiert die ZI 22 c im laufenden Semester alle Baumaterialien und hat in diesem Rahmen Gelegenheit erhalten, die Herstellung von Baustoffen bei der FBB Frischbeton + Baustoff AG in Hinwil vor Ort zu erleben. 
Die Firma produziert alle wichtigen Baustoffe, die für uns im Ingenieurbau zentral sind: Walz- und Gussasphalt, Kalksand- und Backsteine sowie Frischbeton, ohne den insbesondere moderne Infrastrukturbauten nicht zu realisieren wären. Auf zwei Rundgängen erhielten wir interessante Einblicke in die Produktionsprozesse für Kalksandsteine und Frischbeton. 


Als einer von zwei Herstellern in der Schweiz produziert die FBB auch Kalksandsteine, die hautpsächlich für Wände in Untergeschossen und für Sichtmauerwerke Verwendung finden. Mit dem Bindemittel Weissfeinkalk aus der Kalkfabrik im glarnerischen Netstal und dem Sand aus eigenen Kiesgruben ist der FBB-Kalksandstein ein gänzlich einheimisches Produkt. 


Weissfeinkalk aus den Silos, Sand und Wasser werden gemischt. Weissfeinkalk und Wasser reagieren chemisch und erwärmen das Gemisch.


Das Gemisch wird in Stahlformen zu Steinen gepresst, die anschliessend in den Autoklaven bei einer Temperatur von 200° C und 15 bar Druck dampfgehärtet werden.

Die Grundbausteine für Beton, Kiessand und Zement, werden hauptsächlich per Bahn auf dem firmeneigenen Gleis angeliefert und über Förderbänder und Gebläse in grosse Silos verfrachtet. Die FBB sammelt auf ihrem Areal grosse Mengen Regenwasser und verwendet dieses nach gründlicher Aufbereitung als Zugabewasser für den Frischbeton. Im Betonwerk können alle Komponenten zentral und vollautomatisch aus den Silos abgezogen, exakt dosiert und gemischt werden. Alle möglichen Betonsorten können so hergestellt werden. Der Frischbeton wird umgehend mit Fahrmischern oder in Mulden auf die Baustellen transportiert. 

Von den Schienen in die Silos: die Entladestation für Kiessand und Zement
Betonabbruch aus dem Rückbau von Gebäuden wird als Gesteinskörnung für Recyclingbeton eingesetzt


Nebst den frischen Gesteinskörnungen aus eigenem Abbau verarbeitet die FBB auch Recyclingmaterial in grossem Umfang. Ausbauasphalt aus dem Strassenbau und Betonabbruch von rückgebauten Gebäuden werden zerkleinert und aufbereitet, um sie wieder in den Stoffkreislauf zurückzuführen und als Gesteinskörnung für neuen Strassenasphalt oder Recyclingbeton zu verwenden. Ein ganz auf Recyclingmaterial ausgelegtes Belagswerk ist in Planung. 

An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an die FBB für die interessante Werksführung. 

StW, 28.11.2024 

Exkursion zum Entlastungsstollen von Langnau a. A. nach Thalwil

25. November 2024

In der ersten Schulwoche nach den Herbstferien war die Zeichner-Klasse ZIB23 auf einer halbtägigen Exkursion zum Entlastungsstollen von Langnau a. A. nach Thalwil.

Ziele & Zweck des Projekts

Im Kanton Zürich ist ein umfassendes Hochwasserschutzprojekt im Bau, um die Stadt Zürich und umliegende Gebiete vor Hochwasserschäden durch die Sihl zu bewahren. Die Stadt wäre bei extremen Hochwasserereignissen einem erheblichen Risiko ausgesetzt, mit potenziellen Schäden in Milliardenhöhe. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wird ein Entlastungsstollen zwischen Langnau am Albis und Thalwil gebaut, der ab 2026 kritische Hochwasserspitzen in den Zürichsee leitet. 

Wie funktioniert der Entlastungsstollen

Der Entlastungsstollen ist für extreme Hochwässer bzw. aussergewöhnliche Wetterereignisse konzipiert, die grosse Wassermengen mit sich bringen. Ein automatisches Wehrsystem am Einlaufbauwerk reguliert den Wasserfluss: Bei unkritischen Hochwässern sind die beiden Schlauchwehre vollständig gefüllt und es wird kein Sihlwasser in den Stollen geleitet. Erst bei grösseren und kritischen Hochwasserabflüssen werden die Schlauchwehre abgesenkt, wodurch ein Teil des Abflusses in den Stollen eingeleitet und die Abflussspitze in der Sihl gebrochen wird. Hierdurch wird verhindert, dass bei zu einem 500-jährlichen Hochwasser die Abflussmarke unterhalb des Einlaufbauwerks resp. im unteren Sihltal nicht über 300 Kubikmetern pro Sekunde ansteigt, womit insbesondere die Überflutung der Zürcher Innenstadt verhindert werden kann. Damit der Stollen nicht verstopft, ist die Einlauföffnung mit einem Grobrechen ausgerüstet. Zudem schützt der seit 2017 bestehende Schwemmholzrechen in der Sihl das Einlaufbauwerk vor Verstopfungen durch Schwemmgut. Das Auslaufbauwerk im Zürichsee sorgt mit einer speziellen Kammer (Toskammer) dafür, dass das Wasser beruhigt in den Zürichsee eingeleitet wird.

Schwemmholzrechen

Der Stollen wird seit Mai 2024 mithilfe einer 160 Meter langen Tunnelbohrmaschine durch den Felsen des Zimmerbergs vorgetrieben. Der Ausgebrochene Stollenquerschnitt wird ebenfalls mit der Tunnelbormaschine mit Betonelementen ausgekleidet, um eine stabile Stollenröhre zu schaffen. Das abgetragene Gestein wird mit einem Förderband (blau) aus dem Stollen gefördert und aus Gründen des Umweltschutzes per Bahn abtransportiert. Ein wichtiger Meilenstein, der Durchbruch zum Zürichsee in Thalwil findet am 26. November 2024 statt. Die gesamten Bauarbeiten, inklusive der Ein- und Auslaufbauwerke, sollen bis 2026 abgeschlossen sein. Stand 25. Oktober 2024 ist die Tunnelbohrmaschine auf 1.4-1.45 Kilometern von 2 Kilometern angelangt.

Spezialitäten der Baustelle

Der Stollen hat eine Länge von etwa zwei Kilometern und wird so erschütterungsarm wie möglich gebaut. Eine Besucherplattform am Sihlufer bei Langnau ermöglicht es Interessierten, die Bauarbeiten am Einlaufbauwerk zu beobachten. Ausserdem bietet das Informationszentrum in Langnau am Albis eine Ausstellung zum Hochwasserschutzprojekt und dessen technische Hintergründe.
von Edi Basha, Leandro Alig, Nils Egli  –  ZIB 23

Lernende bauen eine Mauer, die lebt

15. Mai 2023

Zürich, 28. April 2023 | Trockenmauern werden komplett ohne Mörtel gebaut. Das Wissen um ihren Nutzen und die Bauweise gehen immer mehr verloren. Die Baugewerbliche Berufsschule Zürich will dem Gegensteuer geben.

Bereits von weitem sind die Hammerschläge hörbar. Näher am Geschehen stäubt es. Wer näher tritt, sieht junge Menschen in farbigem Gewand. Sie tragen schwere Steine und stapeln diese wie im puzzleartigen Computerspiel Tetris. Es sind die Lernenden der Baugewerblichen Berufsschule Zürich. Diese organisiert zum dritten Mal in Folge Trockenmauerwochen für Berufslernende. Diese werden jeweils im Spätsommer durchgeführt. Das Ziel ist die Bewahrung des Know-how des traditionellen Handwerks. Die diesjährige Durchführung soll wie bereits in den Vorjahren im Naturpark Beverin GR stattfinden. Die ausgezeichnete Arbeit der Lernenden half wohl, dass die Berufsfachschule erneut vom Naturpark angefragt wurde.

Die Baugewerbliche Berufsschule Zürich lancierte im Frühjahr 2021 das Projekt Trockenmauerwoche. Die Lernenden absolvieren die Projektwoche während ihrer beruflichen Grundbildung auf freiwilliger Basis. 15 Lernende sollten eine Woche lang anpacken und lernen. Mit Überzeugungsarbeit in der Branche und Mailings konnten die Plätze erfolgreich vergeben werden. Maurerinnen und Maurer EFZ waren zu Beginn das Zielpublikum des Angebotes.

Der Unterschied einer Trockensteinmauer zu einer herkömmlichen Mauer mit Beton ist der Zwischenraum zwischen den einzelnen Steinen. Bei einer Trockensteinmauer wird der Zwischenraum zu Lebensraum. Bereits während der Aufrichtung fängt die Mauer an zu leben. Sie ist Heimat für alles, was kreucht und fleucht, für Eidechsen und andere Amphibien. Moos bedeckt mit der Zeit die Steine. Immer mehr Wurzeln werden sich ihren Weg freikämpfen und Steine nach und nach auseinander drücken.

In der Projektwoche wird nicht ausschliesslich handwerkliches Geschick vermittelt. Auch didaktische Beiträge kommen nicht zu kurz. Immer wieder gibt es Erklärungen über die verschiedenen Gesteinsarten im Naturpark Beverin GR. Auch ein Vortrag über Trockenmauerwerke in anderen Ländern darf nicht fehlen. Für die Vermittlung des theoretischen und praktischen Fachwissens ist der Trockenmauerspezialist Kari Gerber zuständig, der sich hauptberuflich mit dem Trockenmauerbau beschäftigt. Sein Einzelunternehmen trägt den Namen «Felsenfalter».

Positive Resonanz in Beverin GR

In Beverin GR ist die Resonanz der Besuchenden positiv. Wandernde machen freudige Gesichter und Kinder nehmen die Mauer gleich als Spielplatz in Beschlag. Eines ist klar: Die Trockenmauer bewegt. Insgesamt sechzig bis siebzig Laufmeter Trockensteinmauerwerk wird errichtet, pro Laufmeter wird mit ungefähr einer Tonne reine Steinmasse gerechnet. Jeder einzelne Stein wird individuell angepasst. Mit Preller und Setzer, wie die beiden fachspezifischen Werkzeuge im Jargon des Trockenmauerbaus heissen, wird jeder Stein in die passende Form gebracht. Bei dieser Arbeit braucht es viel Geduld. Für die Lernenden ein willkommener Kontrast zum Alltag auf der Baustelle.

Erweiterung des Projektes auf andere Berufsgruppen

Die Lernenden trugen ihre Begeisterung zurück an die Berufsfachschule. Schnell waren auch andere Berufsgruppen am naturnahen Projekt interessiert. Nägel mit Köpfen machten die Zeichnerinnen und Zeichner EFZ Fachrichtung Landschaftsarchitektur. Im Folgejahr stellten sie ebenfalls eine Woche für die Lernenden auf die Beine. 2022 konnten bereits über dreissig Lernende ihre ersten Erfahrungen in diesem traditionellen Handwerk sammeln. Die Zeichnerinnen und Zeichner ergänzten ihr Programm fachspezifisch, indem sie Detailskizzen erstellten und die Mauern skizzierten.

Die Planung für die diesjährige dritte Ausführung ist bereits voll im Gange. Die Mailings und Flyer wurden verschickt und die Anmeldungen treffen ein. Organisiert und durchgeführt wird das Projekt von motivierten Lehrpersonen, die den Lernenden dadurch eine grossartige Möglichkeit bieten ihren Lehrberuf auf einer sehr praktischen Art und Weise kennenzulernen. Die jungen Berufsleute erlernen ein Handwerk, welches nicht mehr zu den üblichen Kompetenzen von Fachkräften gehört. Die Lehrbetriebe wirken dabei unterstützend. Sie erlassen oftmals die Zeit für den Einsatz, zeigen generell Freude am Projekt und kommen für einen Besuch vor Ort vorbei.

Für den Text: Silvan Rutz

Webauftritte Partnerbetriebe für die Trockenmauern:
Website des Unternehmens Felsenfalter (Spezialist Trockenmauerbau)
Website vom Naturpark Beverin (Standort Trockenmauern)

Weitere Blogbeiträge zu den Trockenmauern:
https://www.bbzh.ch/come-stai/
https://www.bbzh.ch/bbz-trockenmauerwoche-graubuenden/

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