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Baugewerbliche Berufsschule Zürich

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Blog

Besuch in der Sammlung des Kunsthaus Zürich 21. Dezember 2022

4. Januar 2023

Im Fach: Visualisierung mit den Klassen ZL 22 / ZR 22

Zeichner und Zeichnerinnen Landschaftsarchitektur und Raumplanung

Der Besuch im Kunsthaus hat Tradition. In der letzten Woche vor Weihnachten besuchen wir regelmässig die Sammlung im Kunsthaus. Die Lernenden setzen sich mit Bildinhalten, Materialien, Darstellungstechniken, Künstlerbiografien und kunsthistorischen Hintergründen auseinander.

Der Besuch war auch dieses Jahr wieder sehr stimmungsvoll und schön, ein würdiger Abschluss eines reichen Jahres. Wir Lehrpersonen, Verena Bayrhof und Mariann Künzi bedanken uns herzlich bei den Lernenden für die kreative Umsetzung der Aufgabe.  

Auftrag:

Die Lernenden wählen drei Exponate aus und stellen diese mit einer Kurzskizze und einer Beschreibung dar. Die gezeichneten Abgaben der Lernenden lassen die Frage offen, ob die Kunst an den Wänden hängt oder gerade auf den Zeichnungen entsteht, überzeugt euch selbst: 

BLOG – was brauchts dafür

20. Dezember 2022

Generelles

Die BLOG Themen sollten einen Bezug zu Schule oder Beruf haben oder von allgemeinem Interesse sein. Mögliche Themen sind Topleistungen von Lernenden, Interviews, Portraits, Exkursionen usw.

Die Beiträge können digital per eMail (Pia.Stark@bbzh.ch), in MS-Teams, oder via Share Point, Blogbeitrag einreichen, gesendet werden.

Für Fragen stehen wir von Montag bis Mittwoch gerne in der Mediothek zur Verfügung.

Für den BLOG benötigt es folgendes

  • Titel mit Text und Namen der Autor/in (gerne auch von Lernenden)
  • Bilder im Format: .jpg .jpeg .png .gif
    bei den Bildern kann eine Bildunterschrift gewählt werden eines der Bilder sollte als Beitragsbild gewünscht werden.
  • Video im Format: .mp4 .m4v .mov
  • Audio im Format: .mp3 .m4a .wav
  • für youtube oder vimeo Videos bitte die url mitteilen (https://youtube.com/1234)

Copyright

Das veröffentlichen von Personen auf Bildmaterial benötigt deren Einwilligung.

Text: Pia Stark

Weiterbildung im eigenen Haus

5. Dezember 2022

Am Freitagnachmittag des 2. Dezembers trafen sich eine Handvoll Lehrpersonen der Abteilung PR auf der Baustelle unseres entstehenden neuen Schulhauses an der Limmatstrasse. Eingeladen hatte Rico Grob aus der Fachgruppe Ingenieurbau. Der Zeitpunkt war sehr günstig, da die Bauunternehmung an diesem Nachmittag wegen ihres Weihnachtsessens die Arbeiten um 15.00 Uhr einstellte. So konnte die Baustelle über zwei Stunden in aller Ruhe besichtigt werden. 

Rico Grob eröffnete uns seinen jahrelangen, buchstäblich sehr fundierten Erfahrungsschatz mit gewohnt lebhaften und sehr anschaulichen Ausführungen zu den Themen Bauen im Grundwasser, Baugrubenabschlüsse, Abdichtungen, Bewehrung und zu vielen weiteren Aspekten, die spontan aufgegriffen wurden. So ergab sich eine kurze, aber umso intensivere Weiterbildung im eigenen Haus. – Vielen Dank, Rico! 

Die Zeit glitt zügig vorbei und die Kälte allmählich in uns hinein. Bei einem Glas Glühwein (Herzlichen Dank, Sandra!) in der Wärme des Hotels Josef liessen wir den Anlass ausklingen. 

5.12.2022  StW 

angeregter Fachaustausch
Blick in die Turnhalle
unter der Bodenplatte: Wärmedämmung und Grundwasserspiegel
Details zur Bewehrung und Abdichtung
Baugrubensicherung und Wand im UG mit Dämmung und Abdichtung
Unser Baustellenbesuch auf der Webcam
Webcam Zürich Ersatzneubau BBZ

Transidentitäten

1. Dezember 2022

Text: Xenia

Transidentitäten_Herunterladen

Rede mit! 

23. November 2022

An der BBZ PR wurden zwischen den 08.11.22 – 11.11.22 sechs Discuss it Veranstaltungen, die sich mit den Themen Revision Sexualstrafrecht: «Nur Ja heisst Ja» oder «Nein heisst Nein» und Gletscherinitiative & Energiekrise beschäftigt haben, durchgeführt. Pro Podiumsdiskussion haben je zwei Politiker:innen teilgenommen. Unsere Gäste waren: Denis Sorie, Co-Leiter Team Sexualstrafrecht, Operation Libero; Christoph Marty, Kantonsrat SVP Kt. ZH; Barbara Steinemann, Nationalrätin SVP, Kt. ZH: Selma L’Orange Seigo, Co-Präsidentin Grüne Kt. ZH, Kantonsrätin, Ueli Pfister, Kantonsrat SVP Kt. ZH, Markus Bärtschiger Kantonsrat Kt. ZH, Johann Widmer, Gemeinderat SVP Zürich, Florian Meier, Kantonsrat Grüne, Kt. ZH und Elisabeth Pflugshaupt, Kantonsrätin SVP Kt. ZH. Mit dabei waren die Lernenden der Klassen ZA 22b, ZA 22 b, ZR 22, BaP22, GMA 21a, GMA 19a, Sr 21c, ZA 20cd, Sr 21a, ZI 19b, Mr 21a, ZA 21b&d, ZI 20a, ZA 20b, ZA 21 a, ZA 19c, ZA 19c und GMA 19a. Nach den Streitgesprächen wurde weiter im Klassenzimmer diskutiert.

Da sind die Eindrücke und Meinungen der Lernenden. 

Es wurden spannende und unterschiedliche Argumente gebracht, die mir einen guten Einblick in das Thema brachten. Den grossen Sinn dieser Abstimmung sehe ich persönlich nicht direkt, da schlussendlich sowieso, wie Stand heute, der Richter seinen Entscheid genau gleich fallen muss unabhängig, ob mit «Ja-Vorlage» oder «Nein-Vorlage» formuliert wird. Leider sehe ich hier immer noch das grösste Problem, wie man Straftaten dieser Art beweisen kann. Ich bin der Meinung, wenn man eine Debatte startet, bei der es sich um Sexualstrafrecht geht, dann um die Härte des Urteils, die heute meiner Meinung nach viel zu schwach gehandhabt wird. 

Ich fand den Unterricht mit der Polit-Arena am letzten Mittwoch sehr spannend, denn man konnte aus erster Hand sehen, wie Politiker ihren Job machen beziehungsweise über ein bestimmtes Thema debattieren. Gleichzeitig konnte man auch sehen, wie Politiker mit den Argumenten und Meinungen anderer umgingen. Auch wenn diese nicht immer mit der eigenen Ansicht übereinstimmten. Ausserdem fand ich das Thema «Sexualstrafrecht», welches auf dem Podium diskutiert wurde, ein sehr sensibles Thema, mit dem man im Alltag nur wenig zu tun hat, sehr spannend. Dadurch konnte ich nicht nur über die Initiative, sondern auch einen tieferen Einblick in die Hintergründe und die Einstellung der verschiedenen Debattierenden erhalten. 

Wir haben im Klassenzimmer schon häufig eine Debatte durchgeführt. Deshalb war es spannend mal eine professionelle Debatte zu hören. Ich finde es gut, dass die Schule solche Veranstaltungen organsiert und durchführt.  

Interessant, aber kompliziert… 

Es war eine Abwechslung, die unterhaltsam war.  

Spannend, jedoch anstrengend zum Mithören und Mitverstehen. Es ist ein schweres Thema zum Abstimmen und darüber zu reden, weil es weniger mit Gesetzten und mehr mit Ehrlichkeit und Ehrenhaftigkeit zu tun hat. 

Für mich war die Debatte eine tolle Erfahrung. Ich kenne mich in der Politik nicht so gut aus, aber durch diese Debatte bin ich der Politik etwas nähergekommen und dadurch auch mehr von der Politik begeistert. 

Für mich war es ein anderer Einblick in die Politik und auch mal gut zu sehen, wie sich zwei konkurrierenden Parteien verhalten.  

Es waren gut ausgewählte Personen. Beide waren stark von ihrer Meinung überzeugt. Während der Libero stark mit Zahlen und Fakten argumentierte, war die SVP in diesem Sinne schwach ausgestattet. Der Libero war dafür schwerer zu verstehen. Komplizierte und komplexe Argumente. Ich vermute, da der SVP Politiker mehr Erfahrung im Debattieren hat, konnte er die Mehrheit für sich gewinnen, Trotz seiner schwammigen Argumente schien er überzeugender. Auch wenn die Regel vom RESPEKT nicht immer zu 100% eingehalten wurde, war es eine spannende Diskussion. 

Der ganze Aufbau des Anlasses und die Integration der Schüler war hervorragend. Man konnte sich einbringen und es wurde einem geantwortet. Es wurde auch nicht viel gefragt vom Moderator, also man fühlte sich nicht bedrängt. Der Moderator hat spannende Fragen gestellt und hat das Ganze sehr neutral geleitet.  

Ich finde diese Idee mit Politik an die Lernenden bringen Spitze. Es ist nicht nur der Standardstoff, den man in der Schule durchnimmt. Es wird einem ein aktuelles, leibhaftiges Thema unter die Nase geführt, wobei man mitdenken, mitreden und mitbestimmen darf. Es regt die Lernenden an darüber nachzudenken, allenfalls führt es sogar dazu, dass sich jemand nun mehr mit der Politik befassen möchte. 

In Spanien ist es bereits so, dass die Frau für die Zustimmung unterschreiben muss. Trotzdem ist es schwierig zu beweisen, wie die Lage wirklich war. Die Frau kann mit dem Mann «Spiele spielen». Zudem beeinflussen Alkoholkonsum oder andere Drogen die Situation enorm. Nichts ist berechenbar…Männer wollen sowieso immer mit Frauen schlafen. Das liegt in ihrer Natur… Missbräuche sind nicht verhinderbar, selbst wenn es Gesetze gibt… Männer sind physisch sowieso stärker als Frauen…»Sensibilisieren»: Extratherapeuten für Betroffene zur Verfügung stellen, Werbung in der Schule / in den sozialen Medien…Partys nur für die Frauen organisieren. 

Grundsätzlich gut, aber SVP zu respektlos im Umgang mit den Themen und gegenüber  dem Libero. Lieber schwache Argumentation. 

Wichtig für die Zukunft!  

Sollen die Umwelt retten! 

Interessant, man hätte beide Seiten besser erklären sollen, Standpunkte der beiden waren etwas verwirrend. 

Die SVP Frau ging nicht auf die Fragen ein! 

Der von der SVP konnte besser argumentieren und war sympathisch.  

Ich finde gut, dass die Partei der SP an die Zukunft aller denkt, durch die Gletscherinitiative.  

Mit dem Rollstuhl oder als sehbehinderter unterwegs 

17. November 2022

Die Zeichnerklassen der Fachrichtung Raumplanung (2., 3. Und 4. Lehrjahr) erhielten am 14. November 2022 von Vertreterinnen und Vertretern der Behindertenkonferenz des Kantons Zürich einen Einblick in das Leben von körperlich behinderten Menschen. Nach einer kurzen Einführung zu den Grundlagen des behindertengerechten Bauens ging es anschliessend darum sich mit einer körperlichen Behinderung im öffentlichen Raum zu bewegen und Erfahrungen zu sammeln. 

Behindertengerechtes Bauen ist von den Zeichner/innen frühzeitig, das heisst bereits bei der Planung zu berücksichtigen. Im Bereich Raumplanung ist das Thema vor allem bei der Gestaltung des öffentlich zugänglichen Raums sowie bei der Zugänglichkeit zum öffentlichen Verkehr allgegenwertig. Was es heisst im öffentlich zugänglichen Raum oder im Gebäude mit einer körperlichen Behinderung unterwegs zu sein, konnten die Lernenden an der Sensibilisierungsschulung unter fachkundiger Begleitung erfahren. In einem Rundgang sammelten sie Erfahrungen, was es heisst mit einem Rollstuhl oder mit einer Sehbehinderung im öffentlichen Raum unterwegs zu sein. 

Eindrücke der Lernenden 

Das Umfeld nahm mich als Rollstuhlfahrer nicht speziell wahr. Als Blinder konnte ich’s nicht sehen.

Ich würde sagen, dass es einige Autofahrer gibt, welche nicht auf das Umfeld schauen.

Von den Rundgängen habe ich eine gute Einsicht erwartet, zu lernen wie es ist eine Behinderung zu haben.

Gestört haben mich Erhöhungen, welche mit dem Rollstuhl nicht gut überwindbar waren.

Positiv war, einmal austesten und ausprobieren zu können was es heisst mit einer Seh- oder Gehbehinderung im Alltag unterwegs zu sein.

Die Menschen, denen wir begegnet sind, waren rücksichtsvoll und sind aus dem Weg gegangen.

Am schwierigsten war, mich blind zurecht zu finden.

Ich habe einen Rundgang mit verschiedenen Bodenbelägen und mit verschiedensten Hindernissen erwartet. Meine Erwartung wurde voll erfüllt J.

Meine negativste Erfahrung war, dass es geregnet hatte und man es so viel schwieriger hatte.

Von den Rundgängen hatte ich erwartet einen Einblick zu bekommen, wie es sich im öffentlichen Raum anfühlt beeinträchtigt zu sein.

Bei meiner Arbeit plane ich den öffentlichen Raum und muss darum auf alle Rücksicht nehmen und für alle planen.

Es ist sehr wichtig Hindernisse wie Treppen behindertengerecht auszubauen, damit alle Menschen gleichberechtigt sind.

Von vorne habe ich (mit der Brille) die Menschen erkennen können. Seitlich hatte ich allerdings Mühe die Leute zu erkennen. Im Rollstuhl muss man oft ausweichen.

Das Lenken mit dem Rollstuhl war für mich das schwierigste.

Ich kann behindertengerechtes Bauen bereits frühzeitig in meine Arbeit einbeziehen und damit beeinflussen.

Ich fand es sehr spannend wie es sich anfühlt, wenn man körperlich beeinträchtigt ist. Ich konnte mir das vorher nicht vorstellen.

Nicht jede Behinderung ist gleich. Viele Massnahmen, die man treffen muss, hängen individuell mit einer jeweiligen Behinderung zusammen.

Die Menschen im Umfeld reagierten oft sehr rücksichtsvoll. Viele Leute «gaffen» aber auch einfach.

Am schwierigsten war eine Lösung zu finden, wie man am besten ein Hindernis überqueren kann.

Ich konnte viele Erfahrungen sammeln. Ich kann mir nun relativ gut vorstellen wie es einer behinderten Person im öffentlichen Raum ergeht.

Viele Menschen achten auf Menschen mit Behinderung und bieten Hilfe an. Es ist aber wichtig zu fragen, ob Hilfe benötigt wird und wie geholfen werden kann.

Sobald man es kapiert hat, wie man den Rollstuhl bedienen muss, kommt man sehr gut voran.

Als Rollstuhlfahrer haben mich die Leute nicht wirklich beachtet, aber ein paar haben schon geschaut.

Fuss- und Gehwege sind für Leute mit verschiedenen Behinderungen zu bauen.

Mich hat an den Rundgängen besonders beeindruckt, die Welt aus zwei weiteren, unterschiedlichen Perspektiven kennen zu lernen. Und die verschiedenen Bodenbeläge «auszuprobieren».

Ein paar Leute haben Platz gemacht, manche haben uns aber auch nur angeschaut – ich glaube weil wir so viele waren…

Fachgruppenausflug der Abteilung MA in der Baustelle Swiss Life Brannhof, am 27.9.2022.

14. November 2022

«An einem regnerischen Herbstabend konnten wir zum Fachgruppenanlass die Baustelle vom Swiss Life Brannhof (ehemals Manor) besichtigen. Eine sehr interessante Baustelle mit Arbeiten in unterschiedlichsten Ausbaustufen: an gewissen Stellen noch im Rohbau, an anderen Stellen bereits im Innenausbau und teilweise noch mit einem «Dachschaden». So war auch der Regen im Gebäude unser treuer Begleiter.

Dieser Ausflug war sehr interessant, auch weil ein Teil des Gebäudes nicht derselben Eigentümerin gehört. So muss nun im Gebäude um diesen Gebäudeteil herum geplant und gebaut werden.

Zum Ausklang haben wir uns im Restaurant Bindella Kulinarisch verwöhnen lassen.»
Text: Mark Frei

Baggerfahren und Mauernbauen soll keine Männersache mehr sein

14. November 2022

Wie die Baubranche versucht Mädchen für die Maurerlehre zu begeistern.
Werden sie irgendwann unsere Häuser bauen? Mädchen der 5. und der 7. Klasse während der Bau-Schnuppertage am Donnerstag in Effretikon.


Artikel aus der NZZ vom 12.11.2022

Seiten_16_17_NZZ_-_Neue_Zuercher_Zeitung_2022-11-12-1Herunterladen

Lust auf Unterricht in Englisch?

7. November 2022

Ab dem kommenden Sommer 2023 führt die Fachgruppe Schreiner/innen jährlich eine bilinguale Klasse ein. Der Unterricht wird in diesen Klassen im allgemeinbildenden sowie im berufskundlichen Unterricht in Deutsch und Englisch geführt…

«…eine super Möglichkeit deine bisherigen Englischkenntnisse weiterzuentwickeln!»

Zu diesem Anlass wurde in den vergangenen Monaten ein Flyer gestaltet und ein Kurzfilm gedreht.

Fragen zum Thema bilingualer Unterricht beantwortet oliver.merz@bbzh.ch…

…und hier Einblicke in die Filmproduktion

«…und wer weiss, vielleicht sieht man sich schon bald an der BBZ»

Kiesgruben – Der lange Arm vom Häuserbau

4. November 2022

20221001_Melliger-R-–-Exkursion-KubrixHerunterladen

Text: Robin Dean Melliger, Mr 22 1b.

Zürcher Lernende üben projektorientiertes Arbeiten am BWZT in Wattwil

31. Oktober 2022

Lernende des zweiten Lehrjahres der Baugewerblichen Berufsschule Zürich (BBZ) haben während einer Woche projektorientiert am Beruflichen Weiterbildungszentrum Toggenburg (BWZT) in Wattwil geplant und so auch ihr Unternehmertum gestärkt. Die angehenden Gebäudetechnikplaner*innen entwickeln Projekte, planen und begleiten Realisierungen in einem Gebäude im Bereich von Heizungs-, Sanitär- oder Lüftungsanlagenbau.

Vor Ort am BWZT haben sie in verschiedenen Arbeitsgruppen eine Bestandesaufnahme zu den bestehenden Lüftungs- und Heizsystemen sowie zur Wärmedämmung im ganzen Gebäude gemacht und daraus entsprechende Sanierungsvorschläge entwickelt.

Während der Ausbildungszeit arbeiten die Lernenden projektbezogen, was mit sich bringt, dass sie ein Bauprojekt selten von Beginn bis zum Ende begleiten. In einer Projektwoche wird den Lernenden darum der Aufbau der Bauphasen sichtbar gemacht sowie die notwendige Detaillierung der Arbeitsschritte und die Komplexität der Zusammenarbeit aufgezeigt.

Mit energietal toggenburg hat die BBZ einen wichtigen ausserschulischen Kooperationspartner gefunden, der die Vermittlerrolle zwischen der Projektidee und einem interessierten Bauherrn – dem BWZT in Wattwil – übernommen hat. Das BWZT in Wattwil hatte alle notwendigen Eigenschaften, die für das Projekt wichtig waren.

Bericht von Peter Anmacher

Mit vollem Elan ins Arbeitsleben

31. Oktober 2022

Alles begann mit einer Entrümpelungsaktion und einer Anfrage für die Neubeschaffung einer Wärmepumpe für das wärmetechnische Labor. Berufsschullehrer der Fachgruppe Heizung der Baugewerblichen Berufsschule Zürich (BBZ) entwickelten daraus eine Projektarbeit für Lernende: Das verantwortliche Handeln im Team ist ebenso wichtig wie das Resultat am Ende des Tages.

Die Sommerferien sind vorbei. Die weiträumige Werkstatt der Bauwerblichen Berufsschule Zürich (BBZ) wird von einer Vielfalt von Geräuschen erfüllt: Man hört das Zischen der Schweissflamme, das Kreischen der Gewindescheidemaschine, das Klirren durch das manuelle Aufrauen der gerade eben geschnittenen Rohrgewinde.

Soeben haben acht Lernende Heizungsinstallateur EFZ von ihrem Berufsschullehrer Martin Fritschi Instruktionen für ein Montageprojekt bekommen. Assistiert wird Fritschi von seinem Kollegen Philipp Hauser, Berufsschullehrer im Nebenamt und hauptberuflich Unternehmer in der Branche, der die Lernenden in der Werkstatt unterstützt. Der Auftrag an die Mannschaft: Innerhalb eines Tages soll eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (WP) im zweiten Obergeschoss des wärmetechnischen Labors der hauseigenen Höheren Fachschule an einen stillgelegten 4500-Liter-Wärmespeicher im Untergeschoss angeschlossen werden. Das Besondere an dieser Aufgabe: Das Zusammenarbeiten in der Gruppe und das verantwortliche Handeln innerhalb eines Teams sind mindestens so wichtig wie das sichtbare Resultat der Montagearbeit am Ende des Tages.

Werkzeuge, Pläne, Gruppenarbeit

Die Jugendlichen kennen sich zwar aus dem Klassenunterricht, aus der Parallelklasse und aus dem Pausenhof; aber das Zusammenwirken als Equipe ist eine neue Erfahrung. Es sind viele Vorkehrungen zu treffen, damit das Werk am Ende des Tages gelingt. Werkzeuge müssen aus den Schubladen geholt und bereitgestellt, Pläne konsultiert und Arbeitsschritte definiert werden. Schliesslich sammeln sich die acht in drei Gruppen, wobei die erste die Aufgabe erhält, zuerst den Wärmespeicher im EG abzusenken, die Inneneinheit des WP-Splitgeräts zu montieren und schliesslich eine Verbindungsleitung zum Expansionsgefäss anzuschliessen. Die zweite Gruppe hat den Auftrag, die Gewinderohre und die Befestigungen vorzubereiten. Schliesslich formiert sich eine dritte Gruppe zum Schweissen und zur Montage eines Entgasers.

Support von aussen

Das Lernendenprojekt unter der Leitung von Martin Fritschi hat eine Vorgeschichte: Alles begann mit einer Entrümpelungsaktion durch BBZ-Lehrpersonen. Man füllte zwei Container mit nicht mehr zeitgemässen Heizungsbauteilen, um diese durch neue zu ersetzen. Im Berufskundeunterricht und auch in der Weiterbildung sollen Geräte zum Einsatz werden, die aus dem betrieblichen Alltag bekannt sind. Die Berufsschullehrer kontaktierten mehrere Lieferanten, so auch das Verkaufsteam von Meier-Tobler. «Aus den Gesprächen mit der Berufsschule entstand die Idee, eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im BBZ-Labor zu installieren», erinnert sich Björn Zittra, Produktmanager bei Meier-Tobler, der es sich nicht nehmen lässt, zusammen mit seinen Kollegen vom Verkaufsteam einen Augenschein vor Ort zu nehmen. «Wir hielten fest: Die Wärmepumpe als Gerät wird der Berufsschule gesponsert, nur das Rohrmaterial für die Montage wird verrechnet.»

Die Wärmepumpe sollte nicht nur als Ausstellungsobjekt im Labor herumstehen, sondern auch in den verschiedenen Betriebsmodi gezeigt werden können. «Diese Bedingung gab uns den Steilpass, ein handlungsorientiertes Projekt mit unseren Lernenden in Angriff zu nehmen», sagt Martin Fritschi, der die Meier-Tobler-Vertreter durch das mehrstöckige Labor führt.

Das Ziel des BBZ-Lernendenprojekts: Das verantwortliche Handeln im Team ist ebenso wichtig wie das Resultat am Ende des Tages. Bild: Ethan Oelman.

Als Team verantwortlich sein

Die meisten Teilnehmer verstehen den Sinn des Projekts auf Anhieb und können auch einem Laien einzelne Arbeitsschritte einleuchtend erklären. Gregor Raszka, als einer der drei des ersten Teams, ist sich gewohnt, Aufträge selbständig auszuführen. Zum Projekttag sagt er: «Es ist toll für uns, so etwas als Team machen zu dürfen. Denn es läuft nicht in jedem Geschäft gleich.»

Aus seinem eigenen Lehrbetrieb sei er es gewohnt, dass ihm bereits viel Verantwortung übertragen werde, was ihm gefalle. Doch er vermutet, dass es in vielen Unternehmen anders zu und her geht: «Komm mal her, hole mir das Werkzeug, putze das, schaue mal zu.» Viele hätten mit dem heutigen Tag die Chance, Selbstvertrauen zu gewinnen. «Man muss selbst schwimmen lernen.»

Andere wie Davor Mrkonja lernen neue Techniken kennen: «In unserem Geschäft wird meistens gepresst oder geschweisst. Gewinde zuschneiden für eine ganze Anlage ist für mich neu.» Zwar lernt man viele Handgriffe und Methoden in den überbetrieblichen Kursen (üK), wo man seine Kollegen wieder sieht. Dort geht es indes primär um den Erwerb grundlegender beruflicher Fertigkeiten. «Im üK arbeitet jeder an seinem eigenen Werkstück.»

Ammar Islami zeigt Begeisterung für den gewählten Beruf: «Es gibt nichts, was ich nicht gerne mache.» Er sieht es ähnlich wie Kollege Gregor: «Hier haben wir die Verantwortung als Team, dass alles stimmt und die Anlage läuft.» Negative Aspekte zur Berufslehre fallen ihm nicht ein: «Bin zufrieden mit dem gewählten Beruf, alles tiptopp!»

Gebäudetechnikplaner machen mit

Nicht zu vergessen, dass im Frühlingssemester zwei lernende Gebäudetechnikplaner Heizung EFZ den Einbau der Wärmepumpe ins Labor projektierten und Planunterlagen erstellten; somit sind sie Mitwirkende der BBZ-Projektarbeit. Jonas Schweingruber macht seine Ausbildung in einem ausführenden Betrieb und weiss, dass die Qualität seiner Arbeit entscheidenden Einfluss auf die Tätigkeit auf dem Bau hat: «Im Endeffekt kommen wir nur gemeinsam ans Ziel. Unsere Pläne helfen, zeitoptimiert zu arbeiten. Wir erhalten Rückmeldungen in Form von Skizzen und Fotos.» Kollege Tim Eng arbeitet in einem Ingenieurbüro. Der gewählte Beruf bringt interessante, anregende Aspekte mit sich, wie beide sagen: «Der Beruf hat mit Energie zu tun; ein brandaktuelles Thema.» Andererseits fehle es – so die leise Kritik – innerhalb der Wertschöpfungskette etwas am Verständnis für ihre fachplanerische Arbeit. Man sei unter Zeitdruck und es müsse immer «megaschell eine Lösung her».

Auswertung

Schliesslich neigt sich der Arbeitstag seinem Ende entgegen. Martin Fritschi lädt zur Manöverkritik ein. Dank der hohen Motivation aller Beteiligten sei die Montage der Wärmepumpe schliesslich erreicht worden. Sein Fazit: Das Arbeiten in einem ad-hoc gebildeten Team sei nicht immer einfach, aber lehrreich.

Die Jugendlichen verabschieden sich in den Feierabend. Eine Gelegenheit für die Berufsschullehrer, den Tag nochmals Revue passieren zu lassen. In der Arbeitsqualität, dem Grad des Zusammenwirkens im Team und dem Durchhaltewillen sehen beide noch grosse Unterschiede unter den Beteiligten. Gleichwohl sind die Berufsschullehrer überzeugt von der Sinnhaftigkeit des eintägigen Projekts. In zwei Jahren soll ein ähnliches Projekt über die Bühne gehen.

Text: Manuel Fischer

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